Borussia Dortmund-Aktie: Wie sich das BVB-Ergebnis auf die Aktie auswirkt

Borussia Dortmund-Aktie: Wie sich das BVB-Ergebnis auf die Aktie auswirkt

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BVB-Kasse füllt sich - Fußball-Aktie mächtig gestiegen
von Stefan Hajek

Die WirtschaftsWoche hatte die BVB-Aktie in den vergangenen Monaten mehrfach als unterbewertet zum Kauf empfohlen. Bleibt die ein Kauf oder ist das Beste nun vorbei?

Gute Zahlen waren schon erwartet worden, als vor drei Tagen über die Fachmedien wie „kicker“ durchsickerte, der BVB werde wohl gute bis sehr gute Zahlen für das Geschäftsjahr 2012/13 vorlegen. Nun ist es sogar ein Rekordergebnis geworden. Die heute präsentierten Zahlen haben es in sich und dürften selbst Optimisten nochmals positiv überrascht haben: 305 Millionen Euro Umsatz im Konzern und einen Gewinn von 61,5 Millionen Euro vor Steuern in der KGAG konnten Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Finanzchef Thomas Treß am heutigen Donnerstagmittag in Dortmund für das Geschäftsjahr 2012/2013 (bis Ende Juni 2013) vermelden. Es ist das mit weitem Abstand beste Ergebnis in der 103-jährigen Geschichte des Clubs. Neben dem BVB hat in der deutschen Fußballgeschichte bisher nur ein weiterer Verein die Umsatzmarke von 300 Millionen Euro geknackt: Der FC Bayern, wer sonst?

Die Umsatzerlöse der Dortmunder stiegen im Einzelabschluss von 191,2 auf 272,4 Millionen und im Konzernabschluss von 215,2 auf 305,0 Millionen Euro. Zum BVB-Konzern gehört auch die rechtlich eigenständige BVB-Merchandising GmbH. Das ist ein Plus von mehr als 40 Prozent beim Umsatz, der Gewinn hat sich gegenüber dem Vorjahr sogar verdoppelt.

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Aktie startet durch – ist das Beste nun vorbei?
Die BVB Aktie zog, nachdem Anfang der Woche durchgesickert war, dass die Zahlen wohl sehr gut ausfallen würden, bereits deutlich an, in Frankfurt kostete der BVB-Anteilsschein heute Nachmittag 3,548; die WirtschaftsWoche hatte das Papier im vergangenen Jahr zwei Mal empfohlen, bei rund 3,00 und bei rund 2,00 Euro. Ist nun das Beste vorbei?
Schon lassen die BVB-Bosse kleine eine Warnung in die Präsentation des blitzsauberen Zahlenwerkes einfließen: „Das außerordentlich gute Ergebnis ist natürlich transfergetrieben“, sagte Geschäftsführer Thomas Treß.
Was Treß meint: Erstmals seit Jahren konnte (oder vielmehr: musste) der BVB im vergangenen Jahr trotz des wiederholten sportlichen Erfolges Leistungsträger ziehen lassen, wenn auch für gutes Geld. Allein der Verkauf von Mittelfeld-Jungstar Mario Götze zum Rivalen FC Bayern spült den Westfalen netto 37 Millionen Euro in die Kasse. Im Vorsommer war der Japaner Shinji Kagawa entgegen dem Willen der sportlichen Leitung um Trainer Jürgen Klopp für rund 16 Millionen Euro zu Manchester United gewechselt; kolportierte 11 Millionen Euro brachte der Transfer des Argentiniers Lucas Barrios nach China ein, acht der von Ivan Perisic nach Wolfsburg.

Klar ist daher: Der Rekordumsatz von mehr als 300 Millionen Euro wird nach menschlichem Ermessen nicht jedes Jahr zu toppen sein. Teure Transfers wie die von Götze bringen dem Verein zwar kurzfristig Geld, aus sportlicher Sicht sind sie aber nachteilig, so dass der Club sie, soweit möglich, verhindern will.

Aktie kurzfristig heiß gelaufen – langfristig ist der Trend aber intakt. Vor einem allzu großen Einbruch des Zahlenwerkes brauchen Anhänger und Anleger des BVB sich aber nicht zu fürchten. Ein Teil der Einnahmen aus Transfers und der Champions-League wurde umgehend in Neuzugänge wie den Armenier Hendrik Mchytarian reinvestiert.

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