Dax über 10.000 Punkte: Chinesische Konjunktur beflügelt den Dax

Dax über 10.000 Punkte: Chinesische Konjunktur beflügelt den Dax

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Gute chinesische Konjunkturdaten und steigende Ölpreise haben die Erholung des Dax beschleunigt.

Die Stimmung am deutschen Aktienmarkt hat sich deutlich aufgehellt. Euro, Ölpreis und Chinas Konjunktur sorgten für Kauflaune bei den Anlegern. Bleibt nur die Frage, wie lange die gute Stimmung andauert.

Der Dax hat am Mittwoch erstmals seit Ende März wieder über 10 000 Punkten geschlossen. Gute Konjunkturdaten aus China gepaart mit einem wieder schwächeren Eurokurs hatten die jüngste Erholung des Börsenbarometers befeuert. Der deutsche Leitindex stand am Ende auch dank der freundlichen Wall Street 2,71 Prozent höher bei 10 026,10 Punkten.

Chinas Außenhandel hatte sich im März nach einem schwachen Jahresauftakt deutlich belebt. Marktanalyst Jasper Lawler vom Handelshaus CMC Markets sprach von einer offensichtlichen konjunkturellen Trendwende in dem riesigen Land. Der Index der mittelgroßen Werte MDax zog um 1,84 Prozent auf 20 533,79 Punkte an. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 1,92 Prozent auf 1666,47 Punkte nach oben.

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Bank- und Autoaktien gewinnen

Im deutschen Leitindex gehörten Bank- und Autoaktien zu den größten Gewinnern. Der konjunktursensible Banksektor profitiere von einem verbesserten Umfeld, sagten Börsianer und verwiesen unter anderem auf die jüngst kräftig gestiegenen Ölpreise. Damit sinke das Kreditausfallrisiko im Energiebereich. Anteilsscheine der Deutschen Bank führten die Liste der 30 Dax-Werte mit einem Zuwachs von rund 10 Prozent an. Papiere der Commerzbank folgten mit plus 7,03 Prozent.

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Volkswagen-Vorzüge (VW) und Papiere von BMW sowie Daimler schob der geschwächte Euro um bis zu 4 Prozent an. Eine schwächere Gemeinschaftswährung verbessert die Exportchancen außerhalb der Eurozone.

Auf einem der Spitzenplätze standen auch die Papiere des Stahlkonzerns Thyssenkrupp mit einem Kurszuwachs von rund 6 Prozent. Hier bewegte ein Pressebericht, wonach die Gespräche über einen Zusammenschluss des Stahlgeschäfts mit Teilen des indischen Konzerns Tata Steel konkretere Formen annähmen. Im Kielwasser dessen zogen auch die im MDax notierten Papiere von Stahlkocher Salzgitter um knapp 7 Prozent an. Aktuell wird auch immer wieder über eine Fusion von Thyssenkrupp und Salzgitter spekuliert.

Der EuroStoxx 50 ging 3,30 Prozent höher bei 3039,19 Punkten aus dem Handel. In Paris ging es für den französischen Leitindex CAC 40 ähnlich stark aufwärts, während in London das Börsenbarometer FTSE 100 um rund 2 Prozent vorrückte. In den USA kletterte der Dow-Jones-Industrial-Index um knapp 1 Prozent nach oben und erreichte den höchsten Stand seit Dezember. Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere bei 0,05 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,01 Prozent auf 142,34 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,34 Prozent auf 163,88 Punkte zu. Der Euro gab nach: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1298 (Dienstag: 1,1396) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8851 (0,8775) Euro.

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