Devisen: Pfund setzt Talfahrt nach Wahlergebnis fort

Devisen: Pfund setzt Talfahrt nach Wahlergebnis fort

, aktualisiert 09. Juni 2017, 08:47 Uhr
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Zuletzt erreichte der Kurs bei 1,2686 US-Dollar den tiefsten Stand seit Mitte April.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Verlust der absoluten Mehrheit der britischen Premierministerin May hat das Pfund weiter auf Talfahrt geschickt: Der Kurs der Währung fiel am Freitagmorgen auf den tiefsten Stand seit Mitte April.

FrankfurtDas britische Pfund hat seine Talfahrt am Freitag nach dem Wahl-Desaster für die regierenden Konservativen fortgesetzt. Nach einem kräftigen Einbruch in der vergangenen Nacht ging es am Morgen aber nur noch vergleichsweise leicht nach unten. Zuletzt erreichte der Kurs bei 1,2686 US-Dollar den tiefsten Stand seit Mitte April.

Seit der Veröffentlichung der ersten Hochrechnungen hat das Pfund mittlerweile mehr als zwei Prozent an Wert eingebüßt. „Das ist nicht das Ergebnis, auf das Investoren gehofft haben“, sagte Analyst Naeem Islam vom Brokerhaus ThinkMarkets. „Obwohl May die Wahlen gewonnen hat, hat ihr Gegner Jeremy Corbyn deutlich aufgeholt. Das könnte das Pfund in den nächsten Wochen in Richtung 1,22 Dollar nach unten drücken.“

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Die kräftigen Kursverluste zeigten sich auch im Handel mit dem Euro. Hier erreichte der Kurs der britischen Währung am Morgen bei 1,1324 Euro den tiefsten Stand seit Mitte Januar. Auch zum Euro hat das Pfund seit den ersten Hochrechnungen etwas mehr als zwei Prozent an Wert verloren.

Die vorgezogenen Parlamentswahlen haben sich zu einem Desaster für die Premierministerin Theresa May entwickelt. Ihre konservative Partei hat die absolute Mehrheit im britischen Parlament verloren. Die Tories hatten am Freitagmorgen rechnerisch keine Chance mehr, über die Hälfte der 650 Wahlkreise zu gewinnen. „Die Märkte stellen sich nun darauf ein, dass die Verhandlungen für den Brexit erschwert werden“, sagte Chef-Wirtschaftsberater der Allianz, Mohamed El-Erian. Die Frage sei auch, wie lange sich May als Premierministerin nach diesem Wahlergebnis noch halten könne, gab Analyst Michael Hewson von CNMC Markets zu Bedenken.

Großbritannien steht damit kurz vor Beginn der Verhandlungen über den EU-Austritt eine komplizierte Regierungsbildung bevor. May hatte die vorgezogene Wahl im April mit dem Ziel ausgerufen, die Regierungsmehrheit ihrer Partei im Unterhaus zu vergrößern und sich mehr Rückhalt für die Verhandlungen über den EU-Austritt zu verschaffen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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