Familienbetrieb: Aktie Gerry Weber: Schön Langweiliges für Anleger

Familienbetrieb: Aktie Gerry Weber: Schön Langweiliges für Anleger

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Der Damenmodespezialist Gerry Weber wächst ungebremst und der Konzerngründer bereitet seinen Ausstieg vor. Vorstandschef Gerhard Weber holt seinen Sohn Ralf in den Vorstand.

von Andreas Toller

Im Börsensegment MDax ist die Gerry-Weber-Aktie eine der Perlen. Warum der westfälische Damenmodespezialist auch in der Krise weiter wächst, nun sogar die Dividende erhöht und sich allmählich auf den Generationswechsel an der Spitze vorbereitet.

Die Aktien inhabergeführter Unternehmen entwickeln sich in der Regel besser als von Managern geführte. Laut Burkhard Allgeier, Leiter Portfoliomanagement bei der Privatbank Hauck & Aufhäuser, ist das schon seit 20 Jahren so. In einer Anlageempfehlung, die Allgeier vor zwei Wochen für das Handelsblatt verfasste, nannte der Profianleger auch gute Gründe dafür. Zum einen ist die Ausrichtung der Geschäftspolitik eher langfristig ausgerichtet, das nächste Quartalsergebnis eher zweitrangig.

Denn primär geht es den Gründern, die vielfach selbst das Unternehmen lenken, um den Erhalt und die Prosperität der eigenen Firma. Schließlich soll sie ja irgendwann an die nächste Generation übergeben werden. Außerdem steckt häufig der weitaus größte Teil des Vermögens der Mehrheitsaktionäre in dem Unternehmen. Um den Wohlstand der eigenen Familie zu schützen, vermeiden inhabergeführte Unternehmen große Risiken in ihrer Geschäftsstrategie. Vielmehr sind sie an nachhaltigem Wachstum interessiert.

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Umsatzsteigerungen von 14 Prozent

Der Damenmodekonzern Gerry Weber ist ein Paradebeispiel dafür. Das belegen auch die jüngst präsentierten Zahlen für das 2011/2012, das am 31. Oktober 2012 endete. Zum wiederholten Male hat Gerry Weber seine ehrgeizigen Geschäftsziele erreicht und bleibt somit in der Erfolgsspur. Das Unternehmen mit Hauptsitz im westfälischen Halle steigerte den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 14,2 Prozent auf 802,3 Millionen Euro. Der Gewinn stieg sogar um 17,6 Prozent auf 78,8 Millionen Euro, wie Konzerngründer Gerhard Weber bei der Vorlage des Geschäftsberichts in Düsseldorf erläuterte. Das Unternehmen mit den Damenmodemarken „Gerry Weber“, „Samoon“, „Taifun“ und anderen profitierte dabei vor allem vom Ausbau seiner eigenen Läden und der internationalen Strukturen. Der Konzern agiert international und betreibt Shops in 62 Ländern der Welt. Nicht ganz zwei Drittel der Umsätze macht Gerry Weber noch in Deutschland.
Gerry Weber hat einen langen, aber grundsoliden Wachstumsweg hinter sich. Vor fast 40 Jahren von Gerhard Weber und Udo Hardieck gegründet, ging es zunächst steil aufwärts. Die vertriebenen Damenhosen kamen an, bald stieg das Unternehmen auch in die Textilienproduktion ein – in einer Zeit, als die Textilindustrie in Deutschland längst ihre besten Zeiten hinter sich hatte. 1983 brachte Weber seine Firma – damals noch unter dem Namen Hatex - an die Börse, 1986 erhielt die Gesellschaft den Namen Gerry Weber. Das Sponsoring der Tennislegende Steffi Graf, das bereits vor ihren ersten großen Siegen begann, machte die Marke international bekannt.

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