Französische Staatsanleihen: Le Pen treibt Risikoaufschlag auf Viereinhalb-Jahreshoch

Französische Staatsanleihen: Le Pen treibt Risikoaufschlag auf Viereinhalb-Jahreshoch

, aktualisiert 20. Februar 2017, 15:49 Uhr
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Einer Umfrage zufolge steigen in der zweiten Runde der französischen Präsidentschaftswahl Le Pens Chancen auf einen Sieg. Das macht Anleger nervös.

Quelle:Handelsblatt Online

Das Umfragehoch für die rechtsextreme Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen macht Frankreich-Anleger nervös. Sie warfen französische Anleihen ab und schichteten teilweise auf kurz laufende Bundesanleihen um.

FrankfurtDas Hoch für die rechtsextreme Marine Le Pen bei aktuellen Wahlumfragen macht Frankreich-Anleger nervös. Sie warfen am Montag Anleihen des Landes aus ihren Depots und trieben damit den Risikoaufschlag der zehnjährigen Titel zu den vergleichbaren Bundesanleihen auf den höchsten Stand seit viereinhalb Jahren. Gleichzeitig gab der Pariser Auswahlindex CAC40 0,1 Prozent nach und gehörte damit zu den schwächsten europäischen Aktienindizes. Einige Investoren schichteten ihr Geld in kurz laufende und als sicher geltende deutsche Bonds um und drückten die Renditen der zweijährigen Papiere auf ein Rekordtief von minus 0,858 Prozent.

In der zweiten Runde der französischen Präsidentschaftswahl steigen einer Umfrage des Instituts Opinionway zufolge die Chancen Le Pens für einen Sieg. Die Chefin des rechtsextremen Front National (FN) verkürzte ihren Rückstand auf den unabhängigen Kandidaten Emmanuel Macron auf 16 von 20 Prozentpunkten. Außerdem liege sie nur noch zwölf statt 14 Punkte hinter dem konservativen Kontrahenten Francois Fillon, gegen den wegen Scheinbeschäftigung von Familienangehörigen ermittelt wird. Die erste Wahlrunde werde Le Pen mit 27 Prozent der Stimmen für sich entscheiden. Macron und Fillon kämen auf jeweils 20 Prozent.

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Vor zwei Wochen hatten andere Umfragen darauf hingedeutet, dass am 7. Mai 66 Prozent Wähler ihr Kreuz bei Macrons Namen machen, nur etwa ein Drittel bei Le Pen. Die FN-Chefin will ihr Land unter anderem aus der Euro-Zone führen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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