Gotham City Research: Hedgefonds reduziert nach Attacke auf Aurelius seine Positionen massiv

exklusivGotham City Research: Hedgefonds reduziert nach Attacke auf Aurelius seine Positionen massiv

von Christof Schürmann

Der US-Hedgefonds Gotham City Research nutzt den Crash der Aktien zum Ausstieg aus Leerverkaufspositionen.

Fast die Hälfte seines Börsenwertes hat die Beteiligungsgesellschaft Aurelius am Dienstag und Mittwoch dieser Woche an der Börse verloren, nachdem der Hedgefonds Gotham City Research in einer 68-Seiten-Studie Zweifel an der Bilanzierungspraxis der Münchner geäußerte hatte.    

Der US-Hedgefonds hat den Kurssturz der Aurelius-Aktie von 66 auf bis zu nur noch 35 Euro genutzt, um Millionengewinne einzufahren. Hatte er vor seiner Attacke 0,8 Prozent oder rund 250.000 Aktien von Aurelius leer verkauft, sind es nach neuesten Daten des Bundesanzeigers von heute nur noch 0,03 Prozent.

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Leerverkäufer leihen sich Aktien und verkaufen diese, um sie zu einem günstigeren Kurs wieder zurückzukaufen. Sollte es Gotham gelungen sein, zu den vorläufigen Tiefkursen zurückzukaufen, was angesichts sehr hoher Umsätze möglich gewesen sein könnte, dann summierte sich der Gewinn von Gotham auf bis zu 7,5 Millionen Euro.

Gotham, in der Börsen-Szene keine unbekannte, wenn auch intransparente Größe, bezog sich dabei auf ältere Aurelius-Abschlüsse. Erst am  Mittwoch hatte Aurelius seinen Konzernabschluss 2016 veröffentlicht. Doch weder die jüngsten Zahlen, noch eine Telefonkonferenz von Aurelius-Chef Dirk Markus beruhigten den Kurs.

Markus kann sich trotz des Rückzugs von Gotham nicht zurücklehnen. Mit der New Yorker Jericho Capital Asset Management (1,68 Prozent leer verkaufte Aurelius Aktien), der Londoner CQS (0,5 Prozent), des Dubliner BG Master Fund (0,58 Prozent) und dem Myriad Oppurtunities Master Fund, Grand Cayman (0,23 Prozent), sind noch weitere vier Finanzinvestoren short, wie es im Fachjargon heißt.  

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