Großbritannien: Brexit-Angst belastet Pfund Sterling

Großbritannien: Brexit-Angst belastet Pfund Sterling

, aktualisiert 14. März 2017, 10:25 Uhr
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Dieses Bild wird bald Geschichte sein: Die britische Flagge „Union Jack“ weht in London neben der EU-Flagge. Aufgrund der großen Unsicherheit über die Folgen des EU-Austritts gab der Kurs des Britischen Pfund zuletzt stark nach.

Quelle:Handelsblatt Online

Neben den Unsicherheiten, welche politischen und finanziellen Auswirkungen ein EU-Austritt Großbritanniens haben wird, sorgen auch neue schottische Unabhängigkeitsbestrebungen für einen deutlichen Kursrückgang des Pfund.

FrankfurtDie Verabschiedung des Brexit-Gesetzes durch das britische Parlament hat am Dienstag dem Pfund Sterling zu schaffen gemacht. Die britische Währung rutschte um 0,9 Prozent auf 1,2110 Dollar ab und notierte damit so niedrig wie zuletzt Mitte Januar. Unter- und Oberhaus hatten am Montagabend den Weg für den Austritt Großbritanniens aus der EU freigemacht. Die Regierung kann nun jederzeit den Brexit beantragen, wird dies aber vermutlich nach Einschätzung von Experten erst gegen Ende des Monats tun. Zudem belastete auf den zweiten Blick auch die Aussicht auf ein neues Unabhängigkeitsreferendum in Schottland.

„Ich bin weiterhin besorgt, dass sich die Wirkung all der Pfund-negativen Nachrichten, die der Devisenmarkt in letzter Zeit genussvoll ignoriert, irgendwann plötzlich entfalten könnte“, kommentierte Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann. Bislang ließen die Neuigkeiten Anleger überraschend kalt. „Mir will nicht einleuchten, warum Nachrichten in Richtung schottischer Unabhängigkeit so völlig spurlos an den Pfund-Wechselkursen vorbeigehen.“

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Am Montag hatte das Pfund nach der Nachricht aus Schottland nur kurz Federn gelassen und war dann sogar gestiegen, da das Referendum frühestens Ende 2018 stattfinden soll. „Die Verluste sind aber gering, wenn man bedenkt, wie stark die Unsicherheit nach der Forderung Schottlands nach einem zweiten Referendum ist“, schrieb RBC-Marktanalyst Adam Cole.

Quelle:  Handelsblatt Online
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