Musterdepots: Aktienmarktrisiko Donald Trump

Musterdepots: Aktienmarktrisiko Donald Trump

, aktualisiert 04. Oktober 2016, 17:00 Uhr
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Alexander Kovalenko

Quelle:Handelsblatt Online

Gleich zwei Musterdepotstrategen raten angesichts eines ungewissen Ausgangs der US-Präsidentenwahl zur Vorsicht. Möglicherweise könnte ein Sieg von Donald Trump zu einer neuen Geldpolitik in den USA führen.

FrankfurtDer Börsenmonat September ist an den wichtigsten Aktienbörsen der Industrieländer etwas volatil, unter dem Strich jedoch nicht besonders spektakulär verlaufen. Nur der japanische Nikkei 225 hat in der Originalwährung mehr als zwei Prozent verloren, die US-amerikanischen und die breiten europäischen Indizes haben den Monat eher neutral abgeschlossen.

Unser Musterdepot konnte eine positive Wertentwicklung verzeichnen. Sowohl das Aktienkernportfolio sowie der Wikifolio-Block haben jeweils einen positiven Beitrag geleistet. Bei den Einzeltiteln gehörten die Minenaktien BHP Billiton (plus 16,7 Prozent in Euro) und Anglo American (plus 22 Prozent in Euro) erneut zu den Performancespitzenreitern. Aber auch die beiden finnischen Titel (UPM Kymmene und Kesko) sowie spanische und französische Aktien (ACS, Iberdrola, Michelin, Peugeot) haben eine überdurchschnittliche Wertentwicklung zwischen 2,6 und 5,9 Prozent aufgewiesen.

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Insgesamt haben elf von 15 Titeln die Berichtsperiode mit einem Plus abgeschlossen. Bei den Ziel-wikifolios haben sich vor allem das „ETF-Werte des ICAX“ von Uwe Freier, das „Aktien? Yeah“ von Dirk Hagemann sowie das „SR wisdom capital spekulativ“ von Sebastian Reese.


Fünf Prozent des Portfolios in Gold investieren

Robuste US-Konjunkturdaten, ein aktuell fester tendierender US-Dollar und die lauter werdenden Stimmen jener US-Währungshüter, die einen baldigen Zinsschritt befürworten, setzen den Goldpreis aktuell unter Druck. Eine massive Unterstützungszone liegt um 1.306 bzw. 1.300 US-Dollar. Mit dem Blick auf die US-Präsidentschaftswahl fühlen wir uns weiterhin wohl mit der Position in Xetra Gold in Höhe von 4,6 Prozent.

Die Entwicklung im Wahljahr und in der folgenden Amtsperiode war in der Vergangenheit von der parteilichen Zugehörigkeit des gewählten Präsidenten und dessen politischem Wirken abhängig. Das wird diesmal vermutlich nicht anders sein.

Bei einer Wahl von Donald Trump zum 45. Präsidenten der USA wird Unsicherheit entstehen, da seine Handlungen nicht abschätzbar sind. Unsicherheit äußert sich am Aktienmarkt in Form von Zurückhaltung. Wir erwarten einen kurzen Schock wie nach dem „Brexit“ im Juli 2016 in Europa, jedoch keine dauerhafte Baisse am Aktienmarkt. Eine negative Übertreibung führt zur Kurseinbrüchen und sollte unseres Erachtens nach gezielt für den Ausbau von US-Aktien genutzt werden.

Unabhängig wer US-Präsident wird, wäre es angesichts der erhöhten Unsicherheit an den Aktienmärkten aus unserer Sicht erstrebenswert, dem Portfolio bis zu fünf Prozent physisches Gold beizufügen.


Erheblicher Druck auf die US-Geldpolitik ist möglich

Je näher die US-Präsidentschaftsahlen rücken, desto stärker wird der Urnengang am 8. November an den Börsen als Unsicherheitsfaktor wahrgenommen. Vor allem die Folgen bei einem Triumph des republikanischen Kandidaten Donald Trump erscheinen kaum kalkulierbar.

Nach Einschätzung des Vermögensverwalters Axa IM stünden zwar zum Beispiel einerseits Steueranreize für Unternehmen in Trumps Wahlprogramm - was zu kräftigerem Wirtschaftswachstum führe. Vorschläge zur Einwanderung und zum Handel könnten jedoch andererseits der Wirtschaft erheblich schaden.

Die Bank Safra Sarasin weist zudem darauf hin, dass bei einem Sieg Trumps auch die möglichen Auswirkungen auf die künftige Geldpolitik letztlich unklar sind: Denn der umstrittene Milliardär kritisierte die Notenbank-Chefin Janet Yellen massiv und könnte trotz Unabhängigkeit der Fed erheblichen Druck auf die Geldpolitik in den USA ausüben.

Selbst wenn der US-Präsident nicht die Autorität habe, den Fed-Präsidenten zu entlassen, könnte der politische Konflikt demnach dennoch dazu führen, dass Yellen ihr Amt als Fed-Präsidentin freiwillig niederlegte. Dies dürfte laut den Sarasin-Experten schließlich zu einer restriktiveren Geldpolitik der Fed führen – vor allem angesichts der in Aussicht gestellten Steuersenkungen.

Ich teile beide skeptische Beurteilungen der Experten - und halte schon deswegen eine anhaltend defensive Positionierung des Musterdepots in den kommenden Wochen für angemessen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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