Musterdepots: Die Aktienmärkte deutlich geschlagen

Musterdepots: Die Aktienmärkte deutlich geschlagen

, aktualisiert 03. Juni 2016, 16:23 Uhr
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Georgios Kokologiannis

Quelle:Handelsblatt Online

Für viele Handelsblatt-Leser ist es ein festes Ritual: Der börsentägliche Blick auf die Musterdepots. Verwaltet werden die drei Depots mit Hilfe eines Online-Tools, das auch Handelsblatt-Leser kostenlos nutzen können.

Das Handelsblatt-Musterdepot hat inzwischen seit Auflegung vor knapp zweieinhalb Jahren mit einem Plus von rund 19 Prozent fast doppelt so stark zugelegt wie der deutsche Aktienindex Dax. Im Relation zum europäischen Vergleichsindex Stoxx 50 ist es sogar viermal kräftiger geklettert - trotz deutlich geringerer Wertschwankungen.

Das Redaktions-Portfolio entwickelt damit sich in Übereinstimmung zu seinen übergeordneten langfristigen Zielen: Einer jährlichen Rendite von durchschnittlich sechs bis acht Prozent - und einer deutlich niedrigeren Wertschwankung im Vergleich zum Gesamtmarkt. Der aktuelle Wertzuwachs entspricht umgerechnet einer Rendite von 7,8 Prozent per annum und befindet damit sich exakt im angepeilten Ertragskorridor.

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Auch in den kommenden Monaten werden Anlagezertifikate eine entscheidende Rolle in diesem Portfolio spielen. Sie reduzieren in schwachen Marktphasen die Verlustrisiken. Außerdem ermöglichen es diese Derivate auch dann, attraktive Renditen zu erzielen, wenn die Kurse unterm Strich monatelang nicht mehr so recht vom Fleck kommen.

Für viele Handelsblatt-Leser gehört er mittlerweile zum festen Ritual jedes Börsentags: Der tägliche Blick auf die Musterdepots in der Geldanlagerubrik, zu denen neben dem Redaktionsdepot auch zwei extern betreute Portfolios gehören. Welche Entwicklungen beschäftigen die Autoren? Was für Schlüsse ziehen sie daraus? Und wie schlagen sie sich im Vergleich zu Dax & Co.?

Ziel der Musterdepots: Es sollen unterschiedliche, aussichtsreiche Ansätze aufgezeigt werden, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können - auch in schwierigen Börsenphasen wie derzeit. Seit Monaten treten Dax & Co. inzwischen unter heftigen Schwankungen auf der Stelle.
Aufschluss geben kann das Handeln der Experten. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den Portfolios, sondern Nachvollziehbarkeit und Transparenz.

Verwaltet werden die drei Depots mit Hilfe eines Online-Tools, das auch Handelsblatt-Leser kostenlos nutzen können, um etwa komfortabel den Überblick über mehrere eigene Beispielportfolios zu behalten.


Kurz vor einem neuen Rekordhoch

Ein Teil unseres Depots ist in Wikifolio Strategien investiert. Eines davon ist das „Dividende und Eigenkapital Deutschland“. Manager Holger Degener kann sich momentan an der Entwicklung seiner Strategie erfreuen. Sie ist kurz davor ein neues Hoch zu erreichen. Gewinne hat er gerade bei Intershop und Grammer durch einen Teilverkauf mitgenommen. Seit Kauf Ende Januar 2014 liegen wir inzwischen über 23 Prozent im Plus mit der Strategie. Sie ist damit aktuell die beste Wikifolio Strategie aktuell in unserem Depot.

Eine weitere Strategie ist das „SR wisdom capital spekulativ“ von Sebastian Reese. Zwischendurch sind auch Intraday Trades möglich seitens des Managers. So wurde der Kursrückgang im Dax-Index dazu genutzt eine Long Position durch einen Dax-ETF einzugehen. Eine knappe Stunde später wurde die Position mit einem leichten Plus wieder geschlossen. Durch diese Flexibilität schafft es Sebastian Reese auch bei Seitwärtsmärkten eine positive Rendite zu erwirtschaften.

Ebenso erfreut er sich momentan an der Entwicklung der BVB Aktie in der Strategie. Sie vollführt gerade einen Ausbruch oberhalb der 4,20 €. Die Aktie lässt er weiter laufen. Im Wikifolio „Aktien? Yeah!“ mit Schwerpunkt auf deutsche Aktien von Dirk Hagemann gab es zwei Verkäufe am Mittwoch. So wurde bei Ifa Hotel und Touristik und der Hypoport ein Teil verkauft. Auch diese Strategie ist nah am Allzeithoch.

Der ISM-Index, der die Geschäftsbedingungen des verarbeitenden Gewerbes in den USA misst, hat sich im Monat Mai überraschend verbessert. Der Stimmungsindikator stieg von 50,8 Punkten im Vormonat auf 51,3 Punkte, obwohl die Analysten im Mittelwert von einem leichten Rückgang auf 50,4 Punkte ausgegangen waren. Dies sollten eigentlich gute Nach-richten für die US-Industrie sein, doch bei genauerer Betrachtung zeigt sich ein eher gemischtes Bild. Die regionalen Frühindikatoren für das verarbeitende Gewerbe in den USA sind allesamt deutlich schwächer ausgefallen als erwartet und liegen nun wieder unter der wichtigen Marke, die über Schrumpfen und Wachstum entscheidet. Vor allem in den Regionen Dallas, Richmond und New York hat sich das Geschäftsklima stark eingetrübt. In Hinblick auf die ISM-Teilkomponenten fällt auf, dass sich in erster Linie der Preisindex stark verändert hat.

Während die Unterindikatoren für Beschäftigung und Aufträge auf der Stelle traten und sich der Produktionsindex von 54,2 auf 52,6 sogar merklich verschlechterte, kletterte der Preisindex mit einem Anstieg von 59,0 auf 63,5 auf den höchsten Wert seit 2011. Für sich genommen könnte ein merklicher Anstieg der Preise für Industrieprodukte dafür sprechen, dass die US-Notenbank Fed die Leitzinsen in ihrer Juni-Sitzung anheben wird. Allerdings sehen wir momentan noch keinen akuten Handlungsdruck seitens der Fed.

Die Verbraucherpreise haben sich in diesem Jahr im Mittel noch nicht deutlich verändert, der Dienstleistungs-PMI und die Arbeitslosenzahlen treten auf der Stelle, die regionale Stimmung in der Industrie ist sehr unbeständig und außerdem halten wir es für unwahrscheinlich, dass die Fed vor dem Brexit-Referendum aktiv wird. Eine größere Wahrscheinlichkeit sehen wir für den Juli-Termin, hierfür müssen aber vor allem die Daten aus der Industrie eine einheitlichere, positivere Sprache sprechen.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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