Musterdepots : Ein anfälliger Markt

Musterdepots : Ein anfälliger Markt

, aktualisiert 30. August 2017, 20:29 Uhr
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Ulf Sommer, Alexander Kovalenko und Sönke Niefünd.

Quelle:Handelsblatt Online

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man mit Timing und Strategie den Markt schlagen kann. Nach Einschätzung von Handelsblatt-Redakteur Ulf Sommer bleiben Anleger derzeit zu Recht in Deckung.

Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Die Erholung nach dem Mini-Crash vom Dienstag erfolgte am Mittwoch prompt, doch sie fällt verhalten aus. Was uns mit Blick auf mögliche Verkäufe oder Käufe zweierlei sagt: Der Markt ist anfälliger geworden, doch die Kaufbereitschaft ist ordentlich. Auf der anderen Seite startet der Markt nicht fulminant durch, Anleger bleiben also in Deckung. Und das wohl zu Recht: Wenn an der Wall Street die noch gar nicht richtig begonnene Korrektur wirklich startet, dann dürften auch die europäischen Börsen noch einige Prozent mehr verlieren. In solchen Situationen Cash zu halten ist gut.

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Laut einer Umfrage unter 1500 Banken und Sparkassen rechnen die deutschen Finanzinstitute mit einem weiteren Gewinnrückgang von etwa 16 Prozent bis 2021. Die größte Belastung sind nach wie vor die Niedrigzinsen, wodurch der risikolose Zins faktisch abgeschafft und das Zinsgeschäft der Banken und Sparkassen unter massiven Druck geraten ist. In unserem Depot haben wir keine Bankenaktien und mit dem Versicherer Baloise nur einen Vertreter der Finanzbranche im Portfolio. Dies hängt jedoch vor allem mit der allgemeinen Undurchsichtigkeit der Bankbilanzen zusammen.

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Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Korea-Krise, starker Euro, Auswirkungen von Hurrikan Harvey – die Aktienmärkte scheinen angeschlagen, auch wenn ein leichter Kursanstieg den Dax wieder auf ein Niveau oberhalb von 12.000 Punkten geführt hat. Dennoch verbieten sich Panikverkäufe als Reaktion auf die gestiegenen Risiken. Unsere Zielsetzung ist es, im Musterdepot mit ruhiger Hand eine Rendite von fünf Prozent pro Jahr zu erwirtschaften. Dabei wählen wir Werte strategisch, langfristig und nach Nachhaltigkeitsaspekten aus. Der Fonds GAM Star Credit Opportunities erfüllt diese Kriterien.

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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