Musterdepots: Hohe Rückschlaggefahr

Musterdepots: Hohe Rückschlaggefahr

, aktualisiert 02. Januar 2017, 17:31 Uhr
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Alexander Kovalenko

Quelle:Handelsblatt Online

Nach Einschätzung des Musterdepotstrategen Georgios Kokologiannis notieren die wichtigsten Aktienindizes bereits jetzt auf den Niveaus, die Experten im Schnitt erst für Ende des Jahres prognostiziert haben.

FrankfurtDas Börsenjahr 2016 gehört seit zwei Tagen zur Kapitalmarkthistorie. Nun kann man einen groben Rückblick machen. Nach einem sehr schlechten Start im Januar-Februar sowie einem erneuten Rücksetzer Mitte des Jahres, haben die internationalen Aktienbörsen im Endeffekt jedoch ein durchaus solides Ergebnis abgeliefert.

Der bedeutendste Aktienindex der Welt – der US-amerikanische S&P 500 – legte fast zwölf Prozent in der Originalwährung und inklusive der Dividendenausschüttungen zu. Noch erfreulicher war das Ergebnis dank US-Dollar-Stärke für die Euroanleger, welche in den USA investiert waren.

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Das britische Pfund musste dagegen aufgrund des Brexit-Referendums gegenüber dem Euro heftig abwerten, was für die Euro-Anleger belastend war. Der britische FTSE 100 Index wies nichtsdestotrotz mit 19 Prozent Total Return Performance in der Originalwährung eines der besten Jahresergebnisse unter den Industrieländern auf. Der Verlauf des FTSE 100 war übrigens charakteristisch für das vergangene Börsenjahr und wurde zu einem Symbol der Resistenz der Aktienmärkte gegenüber den befürchteten – zu Recht oder zu Unrecht sei dahingestellt - politischen Erdbeben.

Dazu gehören das bereits erwähnte Brexit-Referendum, die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten sowie das Verfassungsreferendum in Italien. Alle drei genannten Ereignisse endeten mit einem aus der Mainstream-Sicht „schlechten“ Ergebnis, wovon sich die Aktienbörsen jedoch nicht wirklich beeindrucken ließen. Es bleibt eine große Frage, ob dies auch ohne massive Eingriffe der Notenbanken der Fall gewesen wäre. Fakt bleibt aber, dass die Absicherungen vor den US-Wahlen oder Italien-Referendum viele Marktteilnehmer wirklich Performance gekostet haben. Morgen nehmen wir das Abschneiden unseres Musterdepots im Jahr 2016 unter die Lupe.


Deutliches Potenzial für die Roche-Aktie

Den Pharma-Konzern Roche haben wir bereits im Portfolio und sehen noch deutliches Potential für 2017. Der Pharmariese Roche hat eine interessante Produkt-Pipeline und dürfte in den nächsten fünf Jahren eine führende Rolle in einer möglichen Konsolidierung innerhalb der Pharmabranche haben. Der designierte US-Präsident Donald Trump gilt nicht als Befürworter geringer Medikamentenpreise.

Roche weist mit 3,8 Prozent eine solide Dividendenrendite, eine hohe operative Gewinnmarge sowie gute ESG-Werte auf. In den Bereichen environment (E) = 95,1, social (S) = 77,0 und governance (G) = 83,9 ergibt dies einen guten Gesamt-ESG-Wert von 85,3.

Aktuell sichern wir eher Positionen ab und wollen bei einer Kurskorrektur die vorhandene Liquidität nutzen, um diese Aktien zu erwerben. Wir erwarten, dass der Dax am Jahresende 2017 in einer Bandbreite von 11.300 bis 11.500 Punkten liegen könnte. Aus heutiger Sicht keine Steigerung.

Dennoch sind wir langfristig positiv für den Aktienmarkt gestimmt, jedoch erwarten wir 2017 eine erhöhte Volatilität im Dax. Diese dürfte uns in 2017 immer wieder Einstiegsmöglichkeiten bieten. Für uns ist sicher: Die Volatilität ist 2017 die Normalität. Der erhöhten Volatilität in 2017 begegnen wir mit einer strategischen, langfristigen Anlagestrategie, gepaart mit Stock- und Bondpicking.


Wahrscheinlichkeit für Rücksetzer hoch

Das Musterdepot ist darauf ausgerichtet, möglichst schwankungsarm eine langfristige Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen. Gleichzeitig ist es vollständig gegen unerwartete Börseneinbrüche abgesichert. Dafür nehme ich in Kauf, dass die Wertentwicklung in Phasen irrationaler Euphorie vorübergehend auch mal nicht mit den Aktienindizes mithält.

So wie derzeit: Nachdem etwa der Dax in weniger als vier Wochen um über tausend Punkte nach oben getrieben wurde, ist die jährliche Portfoliorendite in den unteren Bereich des anvisierten Ertragskorrridors abgebröckelt. Seit Auflegung Ende Januar 2014 bis zum Jahreswechsel hat das Portfolio ein Plus von 18,4 Prozent erwirtschaftet. Umgerechnet entspricht das sechs Prozent Rendite per annum.

Da die wichtigsten Aktienindizes bereits jetzt auf den Niveaus notieren, die Experten im Schnitt erst für Ende des Jahres prognostiziert haben, ist die Wahrscheinlichkeit für Rücksetzer in den kommenden Wochen und Monaten extrem hoch. In diesen Abwärtsphasen wird das Musterportfolio gegen den Trend deutlich an Wert zulegen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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