Musterdepots: Mit Beton zur Rendite

Musterdepots: Mit Beton zur Rendite

, aktualisiert 30. Mai 2016, 18:21 Uhr
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Daniel Hupfer

Quelle:Handelsblatt Online

Um gut 30 Prozent haben sich die Aktien des irischen Zementherstellers CRH seit ihrem Tiefststand im Februar verteuert. Ein lohnendes Investment, findet Daniel Hupfer, zumal das Potenzial nicht komplett ausgeschöpft sei.

Die Aktien des irischen Zementherstellers CRH haben sich in den vergangenen Wochen überdurchschnittlich gut entwickelt. Seit den Jahrestiefstständen im Februar dieses Jahres ging es um über 30 Prozent in die Höhe, damit liegt der Wert seit Jahresanfang nunmehr leicht im Plus.

Der global tätige Baustoffkonzern verkauft seine Produkte schwerpunktmäßig in den USA. Der Umsatzanteil liegt bei etwa 50 Prozent. Die andere Hälfte der Umsätze verteilt sich überwiegend über Europa, wobei Großbritannien den nächst größeren Absatzmarkt darstellt. Beide Regionen zeichnen sich aktuell durch eine rege Bautätigkeit aus.

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So konnte CRH seine Umsätze in den USA im 1. Quartal um 22 Prozent steigern, allerdings spielte hierbei der warme Winter eine wesentliche Rolle. Ebenfalls starke Nachfrage verzeichnete der Konzern in Asien mit einem Anstieg um 12 Prozent, der Anteil am Gesamtumsatz liegt hier aber bei unter 10 Prozent. Für den weiteren Jahresverlauf ist das Management weiter optimistisch.

Trotz des jüngsten Kursanstiegs ist das Bewertungsniveau von CRH noch unterhalb der Sektorbewertung, so dass die Aktien grundsätzlich noch weiteres Potenzial haben. Wir nehmen den Wert aber kurzfristig auf unsere Beobachtungsliste zum Verkauf, da das Tempo der Kurserholung in den vergangenen Wochen für einen zumindest temporären Rücksetzer spricht.


Auch an Seitwärtsmärkten lässt sich Geld verdienen

Ausgebaut habe ich vor kurzem meinen Bestand an Reverse-Bonuszertifikaten. Diese speziellen Anlageinstrumente tragen dazu bei, in unruhigen Marktphasen die Wertentwicklung des Handelsblatt-Depots zu stabilisieren. Die jüngst gekauften Papiere (WKN: DL05MU) beziehen sich auf den Dax. Solche Reverse-Zertifikate entwickeln sich tendenziell entgegengesetzt zum Aktienmarkt und kompensieren dadurch einen Teil der zwischenzeitlichen Verluste anderer Depotpositionen.

Gleichzeitig lässt sich damit auch in Seitwärtsmärkten Geld verdienen. Konkret: Die von mir gewählte Variante  kann derzeit rund zwanzig Prozent Ertrag erzielen, solange der deutsche Aktienindex bis März kommenden Jahres unter der Marke von 11.800 Punkten bleibt. Wichtig: Nur in Kombination mit den weiteren Portfolio-Bestandteilen passen diese Derivate zu meiner auf Verlustvermeidung ausgerichteten Strategie.

Separat betrachtet können sie dagegen durchaus auch mal deutlich in den roten Bereich abrutschen. Zum dauerhaften Minusgeschäft können die Produkte nur werden, falls der deutsche Leitindex bis zum Laufzeitende unerwartet stark weitersteigen sollte - und dabei die relevante Barriere bei 11.800 Punkten hinter sich lässt.

Sollten die Aktienbörsen ihre Erholungsrally deutlich weiter fortsetzen, werde ich schubweise den Bestand aufstocken und so meinen Einstandspreis verbilligen. Finanziert würde dies durch die Veräußerung eines Teils einer älteren Position an ähnlichen Reverse-Bonuszertifikaten (WKN: PS77MY). Diese im November erworbenen Produkte haben ihre Maximalrendite von über 16 Prozent inzwischen nahezu vollständig ausgeschöpft.


Wertsteigerung: die Grundprinzipien

Neben dem Value geprägten Investmentprozess haben wir zur Sicherung der Vermögenswerte ein Wertsicherungsmodell im Hintergrund installiert. In dieser Woche wollen wir auf die vier Grundprinzipien des Wertsicherungssystems eingehen.

Das Modell wurde bewusst sehr „träge“ entwickelt. Nun ist der Begriff „träge“ im allgemeinen Sprachgebrauch nicht all zu positiv behaftet. In diesem Fall ist es jedoch immanent, um nicht Gefahr zu laufen ständig in den Markt ein und wieder auszusteigen. Hin und her macht bekanntlich die Taschen leer.

Von daher haben wir uns für eine Systematik entschieden, die an grundsätzlich positiven Kapitalmärkten partizipieren soll, den Anleger durchaus auch in unruhigen Börsenphasen auf die Probe stellen kann, allerdings in äußerst turbulenten Phasen den Anleger vor den ganz großen Einbrüchen bewahren soll.

Um diesen Wertkurvenverlauf zu erzeugen, ist eben ein Modell mit einer gewissen Trägheit von Nöten. Sprich, das Ziel ist es explizit nicht, jede zehn prozentige Börsenkorrektur zu vermeiden.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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