Musterdepots: Rekordgewinne nicht genug

Musterdepots: Rekordgewinne nicht genug

, aktualisiert 09. März 2017, 18:46 Uhr
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Ulf Sommer, Alexander Kovalenko und Sönke Niefünd.

Quelle:Handelsblatt Online

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man mit Timing und Strategie den Markt schlagen kann. Ulf Sommer bemerkt, wie sich die jahrelange Hausse auf die Erwartungshaltung auswirkt.

Ulf Sommer, Handelsblatt

Der Chemie- und Pharmaspezialist Merck präsentierte seinen Aktionären am Donnerstag ganz starke Zahlen und so viel Gewinn wie noch nie in einem Geschäftsjahr. Doch die Aktie fiel. Für 2017 erwartet Merck „nur“ eine Wiederholung. Kasper Rorsted, neuer Chef bei Adidas, lockte die Aktionäre damit, dass die Umsätze und Gewinne künftig jährlich zweistellig zulegen. Einen Rekordgewinn gab es obendrauf. Die Aktie stieg um knapp zehn Prozent. Wir lernen: Nach acht Jahren Börsenaufschwung steigen und steigen die Forderungen an die Unternehmen. Rekordgewinne allein reichen nicht mehr.

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Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Gestern haben wir die Grundzüge unseres Wertsicherungssystems skizziert. Neben der dargelegten „Trägheit“ spielt auch die Robustheit eine sehr große Rolle. Sie lässt sich gut am Beispiel des Autokaufs veranschaulichen. Wer möglichst sicher ans Ziel kommen will, wird nicht das schnellste, sondern das zuverlässigste Gefährt suchen – und dazu die Pannenstatistik studieren. Ähnlich verhält es sich am Kapitalmarkt. Bei der Analyse von robusten Systemen ist das Ziel nicht, den auf den ersten Blick glänzendsten Mechanismus auszuwählen: Er hält meist nicht, was er verspricht.

Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Die EZB hält ihre aktuelle lockere Geldpolitik für angemessen. Die Notenbanker sind trotz der gestiegenen Inflationsrate auf ihrer Ratssitzung ruhig geblieben. Mario Draghi hat in Aussicht gestellt, dass die Leitzinsen „weit“ über das Ende der Wertpapierkäufe „auf dem aktuellen oder einem niedrigeren Niveau bleiben werden“.

Die EZB hielt zudem daran fest, das Wertpapierkaufvolumen auf 60 Milliarden Euro zu senken. Hinsichtlich der Kaufdauer zielt sie weiter auf Dezember 2017 ab. Ist eine „nachhaltige Korrektur der Inflationsentwicklung“ nicht zu erkennen, können sie fortgesetzt werden.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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