Musterdepots: Was die EZB-Sitzung bringen könnte

Musterdepots: Was die EZB-Sitzung bringen könnte

, aktualisiert 19. Juli 2017, 17:05 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man mit Timing und Strategie den Markt schlagen kann. Alexander Kovalenko nimmt die Investitionsquote seiner Depots unter die Lupe.

Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Die EZB-Ratssitzung am Donnerstag dieser Woche wirft schon ihre Schatten voraus. Investoren halten sich offenbar mit Käufen zurück, weil sie eine Wende hin zu einer weniger expansiven Geldpolitik befürchten. Denn ein deutliches Wendesignal dürfte den Euro stärken und die Anleiherenditen nach oben treiben. Das wäre eine Belastung für die Aktienkurse. Vermutlich gibt es aber nur eine Mini-Kurswende, und die EZB verringert nicht ihre billionenschweren Anleihekäufe, sondern streicht die Option einer erneuten Verstärkung der Käufe. Das wäre eine positive Nachricht für Aktien.

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Unser „ROGO US Value“-Ziel-Wikifolio von Paul Rogojan ist derzeit voll investiert. Eine relativ hohe Investitionsquote zwischen 75 und 85 Prozent weisen auch das „Dividende und Eigenkapital Deutschland“-Wikifolio von Holger Degener, das „ETF-Werte des ICAX“-Wikifolio von Uwe Freier sowie das „Aktien? Yeah“-‧Wikifolio von Dirk Hagemann auf. Sebastian Reese – Portfoliomanager des „SR wisdom capital spekulativ“-Wikifolios – hält momentan 98 Prozent Cash. Die Liquiditätsquote unseres gesamten Musterdepots – Kasse plus Cash bei Ziel-Wikifolios – beträgt somit rund 13 Prozent.

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Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Mit dem Privatbank-Depot haben wir uns drei Ziele gesetzt. Erstens, einen langfristigen Vermögenszuwachs zu erzielen, dabei stellen wir uns vier bis fünf Prozent jährlich vor. Zweitens, durch eine hohe Risikostreuung eine geringe Schwankungsbreite im Portfolio zu haben. Als Drittes kommt der Nachhaltigkeitsfaktor hinzu: In der Investmentauswahl werden Nachhaltigkeitskriterien einbezogen. Wer das nicht tut, lässt möglicherweise ganz real Erträge liegen. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen: Nachhaltiges Anlegen scheint traditionellen Ansätzen überlegen zu sein.

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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