Tool der Woche: Depotwechsel soll zum Kinderspiel werden

Tool der Woche: Depotwechsel soll zum Kinderspiel werden

, aktualisiert 02. September 2016, 18:46 Uhr
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Wertpapiere und ganze Depots lassen sich einfach auf eine andere Bank übertragen.

von Susanne SchierQuelle:Handelsblatt Online

Nach dem digitalen Wechselservice für Girokonten bietet die Direktbank DKB diese Dienstleistung auch für das Wertpapierdepot an. Unser Tool der Woche zeigt, welche Depotbank sich für welchen Kunden eignet.

FrankfurtDie Bank zu wechseln, ist für viele Kunden eine hohe Hürde. Das gilt vor allem beim Girokonto, aber auch für beim Wertpapierdepot. Bislang müssen die Kunden bei den meisten Banken in die Filiale gehen und umständlich Formulare ausfüllen. Auch bei den Direktbanken müssen sie in der Regel einige Seiten ausdrucken und per Post verschicken.

Doch genau solch ein Vorgang soll jetzt zum Kinderspiel werden. Denn die Deutsche Kreditbank (DKB) startet einen vollautomatisierten Depotwechselservice. Sie verspricht, dass Kunden ab sofort nur noch wenige Minuten brauchen, um ihr komplettes Depot oder auch nur einzelne Wertpapiere von einer anderen Bank auf den DKB-Broker zu übertragen.

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Das neue digitale Angebot der DKB ist eine erweiterte Zusammenarbeit mit dem Finanztechnologieunternehmen FinReach. Seit Dezember 2015 bieten die beiden Firmen bereits einen digitalen Wechselservice für das Girokonto an.

„Durch den neuen Service wird es noch einfacher, bestehende Wertpapierdepots zu unserem DKB-Broker zu übertragen“, sagt DKB-Privatkundenvorstand Tilo Hacke. Die DKB hebt hervor, dass durch den neuen Service „das aufwendige Übertragen von Wertpapierkennnummern“ entfalle, da diese automatisch erkannt werden. So werde der Wechsel mit wenigen Klicks möglich – am heimischen Computer oder auch mobil mit Smartphone oder Tablet.

Mit der Einführung von digitalen Wechselservices erhoffen sich Banken wie die DKB einen Schwung für das Geschäft. Matthias Eireiner, Geschäftsführer von FinReach, sagt: „Banken und Anleger leiden aktuell gleichermaßen unter dem Niedrigzinsniveau. Die Stärkung des Wertpapiergeschäfts stellt für viele Banken ein strategisches Ziel dar.” Der oftmals noch aufwendige Prozess des Depotwechsels bleibe dabei die größte Hürde für Banken bei der Aktivierung ihrer Kunden. Mit dem voll-digitalen Depotwechsel solle sich das nun ändern.


Gebühren unterscheiden sich deutlich

FinReach hofft darauf, seinerseits weitere Kunden – also Banken – für diesen Dienst zu gewinnen. Ein Sprecher der größten deutschen Direktbank, ING-Diba, sagt jedoch, dass man sich erst anschauen werde, ob sich das Angebot am Markt durchsetzen kann: „Technisch sehen wir kein Problem. Allerdings machen wir bislang die Erfahrung, dass die abgebenden Banken in der Regel ein unterschriebenes Formular ihrer ehemaligen Kunden haben möchten.“

Bevor Kunden aber tatsächlich die Depotbank wechseln, sollten sie sich über die Gebühren der jeweiligen Institute genau informieren. Diese schwanken stark - je nach Wahl der Wertpapiere, Vermögenssumme oder Zahl der Käufe und Verkäufe. Einen Anhaltspunkt, welche Bank den eigenen Wünschen am ehesten entspricht, erhalten Anleger mit dem Handelsblatt-Depotbankvergleich.

Beim digitalen Wechselservice für das Girokonto ist die DKB indes nicht der einzige Anbieter. Mit FinReach arbeitet beispielsweise auch die Hypo-Vereinsbank zusammen. ING-Diba sowie Sparda-Bank West nutzen die Lösung von Kontowechsel24. Und Commerzbank sowie mehrere Sparkassen und PSD-Banken setzen auf das Konkurrenzangebot Fino Digital.

Eine Fino-Sprecherin betont, dass auch über sie ein digitaler Depotwechsel sowie ein digitaler Kreditkartenwechsel möglich seien. Den Banken werde der Depotwechsel im Kontowechsel integriert oder auch als Einzellösung angeboten. Welche Institute diesen Service schon jetzt nutzen oder bald nutzen werden, wollte sie jedoch nicht sagen.

Rückenwind bekommen die Fintechs auch von neuen gesetzlichen Vorgaben. Mit dem Zahlungskontengesetz, das am 18. September in Kraft tritt, sind die Geldhäuser verpflichtet, Verbrauchern beim Girokontowechsel zu unterstützen. Dazu zählt, dass sie innerhalb von fünf Geschäftstagen Informationen zu Daueraufträgen und Lastschriftmandaten an die neue Bank weitergeben müssen.

Der digitale Service kommt offenbar gut an: Bei der DKB heißt es, dass über 80 Prozent der Kunden, die eines der Angebote der Bank für einen Online-Kontowechsel nutzen, sich dabei bereits für diesen vollautomatisierten Service entscheiden.

Quelle:  Handelsblatt Online
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