Edelmetallmarkt: Silber - Abwärts mit Potenzial

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Edelmetallmarkt: Silber - Abwärts mit Potenzial

von Andreas Toller

Der Silberpreis ist im laufenden Jahr um mehr als ein Drittel gefallen. Zu Unrecht sagen die einen. Er kann noch weiter fallen, sagen die anderen. Warum Silber vor allem langfristig interessant ist.

Seitdem die großen Wirtschaftsnationen gegen die Schuldenkrise ankämpfen, sagen Pessimisten den Zusammenbruch von Währungen voraus. Einzig Edelmetalle und Sachwertinvestitionen wie etwa Immobilien böten Schutz für Sparer und Kapitalanleger. Zudem würde die Geldflut der Notenbanken den Wert von Papiergeld mindern, die Inflation früher oder später das Kapital der Sparer vernichten. Die Argumentation ist schlüssig, weil Edelmetalle knapp, unverderblich und als alternatives Zahlungsmittel seit Jahrtausenden begehrt sind. Vor allem Gold profitierte lange Zeit. In diesem Jahr aber stehen bei Gold und Silber massive Verluste ins Haus. Die beiden Edelmetalle weisen aber auch deutliche Unterschiede auf. 

Silber hat in diesem Jahr um 35 Prozent nachgegeben und steuert auf den größten Jahresverlust seit 1981 zu. Auch Gold verlor auf Jahressicht 26 Prozent. Hintergrund der Verluste ist die Erwartung, dass die US-Notenbank mit einer Verringerung ihrer monatlichen Anleihekäufe in Höhe von 85 Milliarden Dollar beginnen könnte – auch wenn die designierte Notenbank-Chefin Janet Yellen die Geldschleusen vermutlich länger weit geöffnet lässt, als das der amtierende Ben Bernanke vermutlich gewollt hätte.

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Bei Gold hoffen vor allem Privatanleger, dass der Goldpreis wieder anzieht. Denn seit Monaten sind es vor allem die Hedgefonds und andere institutionellen Anleger, die sich von ihrem Papiergold – mit Gold hinterlegten Wertpapieren – trennen, um die maximale Rendite an anderen Märkten zu suchen, vor allem am Aktienmarkt. Die Börsen in New York, Japan, London und Frankfurt melden durchweg Allzeithochs.

Gbureks Geld-Geklimper Chinesen setzen voll auf Gold

Der Goldpreis wird seit Jahrhunderten manipuliert, 2013 sogar mehrfach. Die einen regen sich darüber auf, die anderen nutzen die Gunst der Stunde, besonders die Chinesen.

Chinesinnen drängen sich im Laden eines Goldhändlers in Taiyuan. Quelle: REUTERS

Die Goldflucht der Profianleger drückt natürlich auf den Goldpreis. Die höheren Verlust beim Silber dürften auf den ersten Blick darauf zurückzuführen sein, dass der Silbermarkt noch anfälliger für Kursschwankungen ist. Schließlich ist der Silbermarkt mit einem Volumen von 21 Milliarden Dollar auch besonders klein. Für Langfristanleger zumindest ein kleiner Trost: Wer vor fünf Jahren Gold gekauft hat, liegt mit mehr als 50 Prozent im Plus, mit Silber jedoch fast 120 Prozent.

Zudem erfüllt Silber mehr als eine reine Zahlungsmittel- und Werterhaltungsfunktion. Wie auch Gold wird es stark als Schmuck nachgefragt, anders als Gold aber auch in nenneswertem Umfang als Rohstoff für die Industrie, etwa für Autokatalysatoren. Somit ist Silber stärker als Gold auch von der konjunkturellen Entwicklung abhängig.

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