ThemaAltersvorsorge

alles zum Thema
_

Fehlende Absicherung: Schwarzarbeiter setzen ihre Rente aufs Spiel

Jeder zehnte Deutsche beschäftigt unangemeldete Haushaltshilfen. Das ist nicht nur illegal: Die Putzhilfen und Babysitter verzichten damit auch auf einen Teil ihrer Rente.

Wenn Sie heute eine Rentenlücke in Höhe von 1000 Euro feststellen - Ihnen nach jetzigem Standpunkt und heutiger Kaufkraft trotz gesetzlicher Rente 1000 Euro fehlen würden, um all Ihre Ausgaben decken zu können - kann sich das Bild in den nächsten fünf Jahren weiter verdüstern. In fünf Jahren würden aus diesen fehlenden 1000 Euro:

1.051 Euro bei einer Inflation von einem Prozent

1.104 Euro bei einer Inflation von zwei Prozent

1.159 Euro bei einer Preissteigerung von drei Prozent

1.217 Euro bei vier Prozent

1.276 Euro bei einer Inflation von fünf Prozent

Bild: dpa

Anzeige

"Als ich vor 15 Jahren nach Deutschland kam, war Putzen gehen für mich die einzige Möglichkeit, zu arbeiten. Ich konnte die Sprache kaum und hatte keine deutsche Ausbildung", erzählt Natalia, 40 Jahre, alleinerziehende Mutter von zwei kleinen Kindern. Sie arbeitet überwiegend schwarz. So hat sie - zumindest kurzfristig - mehr von ihrem Geld. Und Arbeitskräfte wie sie sind gefragt.

Laut einer Forsa-Studie im Auftrag der Minijobzentrale steigt zwar der Bedarf an Babysittern und Haushaltshilfen stetig, aber kaum jemand meldet seine Helferlein an. Vor allem Gutverdiener um die 60 lassen sich gerne ohne Rechnung unter die Arme greifen, aber auch Familien mit Kindern oder berufstätige Singles nehmen gern die Hilfe von Menschen wie Natalia in Anspruch. Ohne Rechnung. So ergab die Umfrage, dass neun Prozent der Deutschen bereits einmal jemanden schwarz beschäftigt hat. Sei es als Babysitter, Putzhilfe oder zum Rasen mähen. Mehr als die Hälfte beschäftigt regelmäßig Schwarzarbeiter. Dem gegenüber stehen nur 242.743 angemeldete Helferlein.

Ganz davon abgesehen, dass es sich auch bei der unangemeldeten Beschäftigung einer Haushaltshilfe um Steuerhinterziehung handelt, tun sich Frauen wie Natalia mit der Schwarzarbeit keinen Gefallen. Sie sind nicht versichert, bekommen im Krankheitsfall kein Geld und zahlen nicht in die gesetzliche Rente ein. Und dass sämtliche Haushaltshilfen privat vorsorgen, darf bezweifelt werden.

6 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 25.09.2012, 23:00 UhrKommZuMamaPurzel

    Rente auf Grundsicherungsniveau, also warum anmelden ?
    Sinnloser Propaganda-Artikel.

  • 25.09.2012, 13:11 UhrCuibono

    Merkel - Agenda 2010 war Schröders Ding. Ein lupenreiner SOZIALDEMOKRAT!!

  • 25.09.2012, 13:00 UhrOMG

    Soll das ein Witz sein ? Das ist Polit-Propaganda, welche die WiWO nicht nötig haben sollte.
    Vor dem Hintergrund, dass man selbst bei Jahrzehnter ! langer Arbeit und dem Abführen von Renten nichts mehr heraus bekommt, kann man über solch eine Schlagzeile nur Kopf schüteln.
    Jeder muss sehen wo er blebt. Die Politik macht es vor.

Alle Kommentare lesen

Tool: Immobilienscout24

Immobilien-Wertfinder

Was Mieten und Kaufen in Ihrer Region kostet.

weitere Fotostrecken

Blogs

Es kann bis 9000 gehen
Es kann bis 9000 gehen

Die Rally läuft, und sich dagegen zu stemmen, ist gefährlich. Mindestens ein kräftiger Schub sollte noch kommen – nach...

Das Aktuelle Heft

Wirtschaftswoche

WirtschaftsWoche 21 vom 18.05.2013

iTunes Vorschau - WirtschaftsWoche

    Folgen Sie uns im Social Web

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.