Australien: Festgenommener nach Terrorverdacht wieder frei

Australien: Festgenommener nach Terrorverdacht wieder frei

, aktualisiert 02. August 2017, 09:33 Uhr
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„Es wird zu angemessener Zeit mehr dazu gesagt und offengelegt werden“, so Australiens Premierminister.

Quelle:Handelsblatt Online

Bei einer Razzia in Sydney waren am Wochenende vier Männer wegen Terrorverdachts festgenommen worden. Ein Verdächtiger wurde nun wieder freigelassen. Premierminister Turnbull schweigt sich über die Details jedoch aus.

CanberraNach einer Serie von Razzien wegen Verdachts auf einen Terroranschlag in Australien ist einer von vier Festgenommenen wieder freigelassen worden. Sein Mandant sei von der harten Befragung schockiert gewesen, teilte der Anwalt des 50-Jährigen, der Dienstagnacht freigelassen wurde, mit. Es sei für ihn unerklärlich, dass der Mann mit den mutmaßlichen Terrorplänen in Verbindung gebracht worden sei, so der Anwalt. Die Polizei hatte am Samstag mehrere Gebäude in Sydney durchsucht. Nach Angaben der Ermittler gab es Informationen, dass ein Anschlag auf ein Passagierflugzeug geplant war.

Der australische Premierminister Malcolm Turnbull sagte nach der Freilassung, dass aus dieser keine Schlüsse gezogen werden sollten, machte aber keine näheren Angaben zum Ermittlungsstand. Es gehe um die öffentliche Sicherheit, deshalb wolle er sich zunächst nicht näher äußern, sagte Turnbull Reportern. „Es wird zu angemessener Zeit mehr dazu gesagt und offengelegt werden“, sagte Turnbull. Der australische Premierminister hatte kurz nach den Festnahmen von einem vereitelten Terroranschlag gesprochen, an australischen Flughäfen wurden deshalb die Sicherheitsvorkehrungen erhöht.

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Ein Gericht hatte der Polizei zugesprochen, dass die Festgenommenen für eine Woche festgehalten werden dürfen, um sie zu befragen. Australische Behörden wollten sich nicht zu Berichten äußern, dass die Informationen über den Terrorverdacht vom britischen oder dem US-Geheimdienst stammten. Nach Angaben der australischen Behörden, gab es Pläne, ein Passagierflugzeug zum Absturz zu bringen, indem eine Bombe an Bord gebracht wird. Bei den Durchsuchungen hatte die Polizei einen Fleischwolf beschlagnahmt, bei dem Ermittler davon ausgingen, dass er Basis für einen Sprengsatz werden sollte.

Australische Medien berichteten, dass die mutmaßlichen Täter einen Flug in den Nahen Osten in Blick hatten, aber daran scheiterten, einen Sprengsatz an Bord zu bringen, weshalb sie sich dann auf Inlandsflüge in Australien konzentriert haben sollen. Der TV-Sender Nine Network berichtete, einer der Verdächtigen habe versucht, für einen internationalen Flug einzuchecken, um zu sehen, ob der Fleischwolfs im Handgepäck an Bord gebracht werden könne.

Quelle:  Handelsblatt Online
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