Brexit: Schäuble wirbt für Schweizer Modell

Brexit: Schäuble wirbt für Schweizer Modell

, aktualisiert 22. Januar 2017, 15:48 Uhr
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Der deutsche Finanzminister preist den Briten das Schweizer Modell für den Brexit an.

Quelle:Handelsblatt Online

Für den EU-Austritt preist Schäuble den Briten das Schweizer Modell an. Der Finanzminister lobt die Kooperation mit dem Land – trotz Souveränität. Premierministerin May hatte zuletzt einen harten Brexit angekündigt.

WienGroßbritannien sollte sich nach Meinung von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble bei der Gestaltung des Brexits an der Schweiz orientieren. „Die Briten sollen sich ein Beispiel daran nehmen, wie klug die Schweiz nationale Souveränität und enge Zusammenarbeit mit der Europäischen Union verbindet“, sagte Schäuble der „Neuen Zürcher Zeitung“ vom Sonntag.

Premierministerin Theresa May hat jüngst einen „harten Brexit“ angekündigt. Dabei würde das Land den EU-Binnenmarkt verlassen, um in der Einwanderungspolitik freie Hand zu haben. Die Schweiz hat über bilaterale Verträge Zugang zum EU-Binnenmarkt.

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Statt Quoten für ausländische Arbeitskräfte einzuführen, gewährt das Land eigenen Bürgern bei der Besetzung offener Stellen Vorrang.

An die Adresse der britischen Regierung sagte Schäuble, man müsse die wachsende Verunsicherung in der Bevölkerung ernst nehmen und Notwendigkeiten erklären, statt Illusionen zu wecken, es gebe auch einen leichten Ausweg. „Der Brexit ist längerfristig für Großbritannien schlecht“, sagte der Bundesfinanzminister. „Kurzfristig läuft die Wirtschaft derzeit gut, aber das liegt vor allem daran, dass sich das Pfund abgeschwächt hat. Wir wissen, dass Länder, die auf Abwertungen ihrer Währung setzen, langfristig nicht erfolgreich sind.“

Quelle:  Handelsblatt Online
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