China: KP drängt in ausländische Unternehmen und Joint Ventures

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von Lea Deuber

Die KP Chinas will die Rolle von Parteizellen in ausländischen Unternehmen stärken. Das berichtet die WirtschaftsWoche.

Einige deutsche Konzerne wie Bosch haben bereits eine Parteivertretung in ihrer chinesischen Niederlassung. Auch die deutschen Autobauer mussten in ihren Joint Ventures entsprechende Zellen einrichten. Laut Gesetz ist jede Firma mit mehr als drei Parteimitgliedern unter den Angestellten verpflichtet, eine Parteizelle zu gründen. In Kreisen der Europäischen Handelskammer zeigt man sich besorgt über die Entwicklung. Viele für ausländische Firmen relevante Fachkräfte würden in der Universität gezielt angeworben, um der Kommunistischen Partei beizutreten. Parteivertreter könnten auf Druck Pekings bald auch verpflichtend in Führungsgremien sitzen und mitstimmen, heißt es im Umfeld der Handelskammer. Dies sei teilweise bereits der Fall, berichtete ein deutscher Autobauer aus seinem Joint Venture.

Die regierungsnahe Personalmanagement-Firma Fesco, die viele deutsche Firmen betreut, wirbt für Pekings Pläne. Fesco bestritt gegenüber der WirtschaftsWoche, auf Druck aus der Hauptstadt zu handeln. Parteimitglieder würden schlicht bessere Arbeit leisten und mit "außergewöhnliche Fähigkeiten“ die Arbeitseffizienz steigern. Seit kurzem vergibt die Personalmanagement-Firma eine Auszeichnung an ausländische Unternehmen, die in ihren Betrieben Parteimitglieder besonders fördern. Präsident Xi Jinping hat seit seinem Regierungsantritt 2013 die Macht der Kommunistischen Partei massiv ausgebaut.

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