EU-Defizitgrenze: Frankreich will mehrere Milliarden einsparen

EU-Defizitgrenze: Frankreich will mehrere Milliarden einsparen

, aktualisiert 11. Juli 2017, 11:13 Uhr
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Die französische Regierung möchte Geld sparen.

Quelle:Handelsblatt Online

Frankreich will in diesem Jahr mehrere Milliarden Euro einsparen, um die europäische Defizitgrenze nicht zu überschreiten. Die Bürger sollen geschont werden. Der Rotstift soll bei den Ministerien angesetzt werden.

ParisDie französische Regierung will in diesem Jahr 4,5 Milliarden Euro einsparen, um wie zugesagt die europäische Defizitgrenze nicht zu überschreiten. „Wir werden das Wort Frankreichs halten“, sagte Haushaltsminister Gérald Darmanin der Zeitung „Le Parisien“ (Dienstag). Der Betrag soll erreicht werden, ohne bei der sozialen Mindestsicherung oder Diensten für die Bürger zu kürzen. Auch Stellen sollen nicht gestrichen werden, stattdessen sollen die Ministerien sparsamer wirtschaften.

Es war bereits bekannt, dass die neue Regierung Einsparungen in dieser Größenordnung anpeilt. Der französische Rechnungshof hatte vor einigen Wochen gewarnt, dass das Land bei der Neuverschuldung ansonsten erneut die Grenze von drei Prozent der Wirtschaftsleistung überschreiten würde.

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Das Land ist seit langem ein Brüsseler Defizitsünder und hatte schon mehrfach mehr Zeit bekommen, seine Finanzen in Ordnung zu bringen. Der im Mai gewählte Präsident Emmanuel Macron hatte im Wahlkampf versprochen, dass Frankreich seine Budgetverpflichtungen einhält, um auf europäischer Ebene wieder glaubwürdig zu werden. Auch Premierminister Edouard Philippe hatte die Franzosen schon auf einen Sparkurs eingestimmt.

Darmanin zählte auf, dass das Wirtschafts- und Finanzministerium 268 Millionen Euro einsparen solle - dort soll bei einem Digitalisierungsprogramm gekürzt werden. Das Außenministerium soll 282 Millionen Euro beitragen, die Hälfte davon soll bei der Entwicklungshilfe gestrichen werden. Vom Innenministerium werden 526 Millionen Euro verlangt, ohne bei der Zahl der Polizisten zu kürzen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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