Flüchtlingskrise: Polizei beginnt mit der Räumung des Camps von Idomeni

Flüchtlingskrise: Polizei beginnt mit der Räumung des Camps von Idomeni

, aktualisiert 24. Mai 2016, 06:58 Uhr
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Laut offiziellen Schätzungen leben etwa 8.400 Menschen seit Monaten im provisorischen Flüchtlingslager von Idomeni. Die griechische Regierung will sie in andere Einrichtungen evakuieren.

von ap und dpa Quelle:Handelsblatt Online

Griechenlands Regierung macht Ernst: Am Dienstagmorgen begannen Sicherheitskräfte, das Flüchtlingslager an der griechisch-mazedonischen Grenze zu räumen. Dabei soll keine Gewalt angewendet werden, versprechen die Behörden.

Athen/IdomeniGriechische Sicherheitskräfte haben mit der Räumung des wilden Lagers von Idomeni begonnen. Einheiten der Bereitschaftspolizei sperrten am frühen Dienstagmorgen das Lager weiträumig ab. Ein Hubschrauber überflog die Region. „Wir dürfen nicht ins Lager. Ich sehe mehrere Busse der Bereitschaftspolizei, die in die Richtung des Lagers fahren“, sagte ein Fotograf der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vor Ort. Auch das staatliche Fernsehen (ERT) bestätigte unter Berufung auf Polizeiquellen den Start der Aktion.

Wie der Sprecher des Stabes für die Flüchtlingskrise, Giorgos Kyritsis, am Vortag der dpa gesagt hatte, werde die Aktion mehrere Tag dauern. „Wir wollen keine Gewalt anwenden. Die Evakuierung wird bis zu zehn Tage lang dauern“, sagte er. Die Menschen sollen in organisierten Auffanglagern untergebracht werden.

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An der Aktion nehmen nach Berichten griechischer Medien rund 1.400 Polizisten teil. Mazedonien und andere Balkanstaaten haben ihre Grenze für Flüchtlinge und Migranten geschlossen. Dadurch sitzen etwa 54.000 Menschen in Griechenland fest, die weiter nach Norden ziehen wollen. Die griechischen Behörden versuchen seit Monaten, die Bewohner des Lagers in Idomeni zum Umzug zu bewegen. Es ist das größte ungeordnete Flüchtlingscamp in Griechenland.

Am Vortag hatten Augenzeugen dutzende Migranten beobachtet, die das Lager von Idomeni verließen, um sich offenbar in den Feldern der Region zu verstecken. Andere Migranten, fuhren freiwillig in andere Lager. Es waren hauptsächlich Familien.

Quelle:  Handelsblatt Online
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