Freihandelsabkommen: Kanada begrüßt Vorschlag zur Fristverlängerung für Nafta-Gespräche

Freihandelsabkommen: Kanada begrüßt Vorschlag zur Fristverlängerung für Nafta-Gespräche

, aktualisiert 12. Januar 2018, 18:02 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

Der Vorschlag zur Fristverlängerung für die Nafta-Gespräche sorgt in Kanada für positive Reaktionen. Der Vorstoß von US-Präsident Trump sei „vernünftig und konstruktiv“, so die kanadische Außenministerin.

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Die kanadische Außenministerin zeigte sich erfreut über den Vorstoß von US-Präsident Trump, die Frist für die Nafta-Gespräche zu verlängern.

LondonKanada begrüßt den Vorstoß von US-Präsident Donald Trump zur Fristverlängerung bei den Nafta-Verhandlungen. Dies sei ein vernünftiger und konstruktiver Vorschlag, sagte die kanadische Außenministerin Chrystia Freeland am Freitag. Kanada habe die auf Ende März festgelegte Frist stets für unnötig gehalten. Trump hatte in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview des „Wall Street Journals“ angeregt, mit Rücksicht auf die Präsidentenwahl in Mexiko im Juli länger über eine Modernisierung des Freihandelsabkommens zwischen den drei Ländern zu beraten. Eine Menge Themen seien kurz vor der Wahl in Mexiko schwer zu verhandeln, sagte Trump. Zugleich drohte er erneut mit dem Rückzug der USA aus dem Abkommen, sollte es keine umfassenden Veränderungen im Interesse seines Landes geben.

Trump hat die seit 1994 bestehende Vereinbarung als ein Desaster bezeichnet, das Arbeitern in den USA geschadet und viele Jobs gekostet habe. Befürworter halten dem entgegen, dass durch das nordamerikanische Freihandelsabkommen in den USA Jobs geschaffen worden und die Probleme in der Industrie eher auf Konkurrenz aus China zurückzuführen seien. In den bisherigen fünf Gesprächsrunden wurden keine greifbaren Fortschritte erzielt.

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Für Mexikos Wirtschaft ist Nafta ein Eckpfeiler. Etwa 80 Prozent der Ausfuhren des Landes gehen in die USA. Vor allem für Zulieferer in der Autoindustrie wäre eine Einschränkung des Marktzugangs in die weltgrößte Volkswirtschaft ein schwerer Schlag.

Quelle:  Handelsblatt Online
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