Kampf gegen US-Sanktionen: Venezuela will digitale Währung einführen

Kampf gegen US-Sanktionen: Venezuela will digitale Währung einführen

, aktualisiert 04. Dezember 2017, 00:47 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

Venezuela will mit der Einführung einer Kryptowährung gegen die finanzielle Blockade der US-Regierung angehen. Das soll dem Land Zugriff auf neue Formen der internationalen Finanzierung ermöglichen.

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Es gibt hunderte Digitalwährungen, am bekanntesten ist der Bitcoin. Venezuela will den „Petro“ einführen - eine Kurzform für das Wort „Erdöl“. Das Land hat die größten Ölreserven der Welt.

CaracasDer venezolanische Präsident Nicolás Maduro will in seinem Land eine digitale Währung einführen. Mit der Kryptowährung wolle er die finanzielle Blockade der US-Regierung gegen das sozialistische Land bekämpfen, erklärte Maduro am Sonntag in einer Rede im Fernsehen. Das neue Geld werde „Petro“ heißen und sei von den reichen Öl-, Gold- und Mineralienvorkommen Venezuelas gedeckt.

Dies werde es Venezuela erlauben, sich auf neue Formen internationaler Finanzierung für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Landes zuzubewegen, erklärte Maduro weiter. Nähere Einzelheiten zum Wert der Währung, wie sie funktionieren und wann sie eingeführt werden sollte, sagte er nicht.

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Die reguläre venezolanische Währung, der Bolívar, hat inmitten der politischen Krise in dem südamerikanischen Land zuletzt massiv an Wert verloren. US-Sanktionen erschweren es der Regierung zusätzlich, ihre Schulden im Ausland zu bedienen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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