Kohle und Eisenerz: Nordkoreas illegale Rohstoffe-Exporte

Kohle und Eisenerz: Nordkoreas illegale Rohstoffe-Exporte

, aktualisiert 10. September 2017, 09:54 Uhr
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Nordkorea umgeht laut Uno-Bericht die internationalen Sanktionen.

Quelle:Handelsblatt Online

Nordkoreas Regime umgeht nach Schätzung der Vereinten Nationen erfolgreich die internationale Sanktionen. Pjöngjang exportiere vor allem an seinen engsten Verbündeten und ist offenbar auch in großem Stil in Afrika aktiv.

New YorkKurz vor einer geplanten Abstimmung über neue Sanktionen gegen Nordkorea haben die Uno illegale Exporte Pjöngjangs in Höhe von umgerechnet 224 Millionen Euro gemeldet. Empfänger von Rohstoffen wie Kohle und Eisenerz seien in den vergangenen sechs Monaten Länder wie China, Indien, Malaysia und Sri Lanka gewesen, ging aus einem Bericht der Vereinten Nationen hervor. Die bestehenden Strafmaßnahmen lägen weit hinter dem, was nötig sei, um die nukleare Abrüstung auf der Koreanischen Halbinsel zu erreichen. Die USA haben für den kommenden Montag ein Votum über neue Sanktionen gegen Pjöngjang einberufen.

Die Verfasser des Uno-Berichts erklärten, bestehende Sanktionen würden kaum durchgesetzt. Zudem habe Nordkorea Umgehungstaktiken entwickelt, etwa um Strafmaßnahmen im Zuge eines Waffenembargos sowie Verschiffungs- und Finanzbeschränkungen auszuweichen. Der Export von Kohle, Eisen und Eisenerz verstoße gegen ein international verhängtes Verbot gegen Pjöngjang.

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Zwischen Dezember 2016 und Mai 2017 soll Nordkorea laut Bericht Eisenerz im Wert von umgerechnet fast 66 Millionen Euro nach China, seinen engsten Verbündeten, exportiert haben. Die Verstöße beim Waffenverbot bezogen sich neben Syrien auf afrikanische Staaten, darunter etwa Angola, Kongo, Eritrea, Namibia und Tansania. Syrien reagierte zunächst nicht auf die Information, zwei Länder hätten nicht näher genannte Schiffslieferungen – die Syrien zum Ziel hatten – gemeldet. Zum Inhalt der Lieferung wurde nichts bekannt.

Mit Blick auf die Finanzbeschränkungen kritisierten die Experten der Vereinten Nationen, viele nordkoreanische Finanzinstitutionen hätten weiterhin Vertreter im Ausland. Mitarbeiter der Regierung in Pjöngjang beteiligten sich darüber hinaus an irreführenden Geschäften, beispielsweise würden pro Person mehrere Bankkonten in einem ausländischen Land eröffnet.

Den Experten zufolge fördert Pjöngjang im Inland unter anderem Bauprojekte an der unterirdischen Atomtestanlage Punggye-ri sowie an der Uranfabrik in Pyongsan.

Quelle:  Handelsblatt Online
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