Konjunktur: Ungebremstes Wachstum in der Eurozone

Konjunktur: Ungebremstes Wachstum in der Eurozone

, aktualisiert 23. Mai 2017, 10:15 Uhr
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Entgegen den Erwartungen hält die Euro-Zone ihr hohes Wachstum bei 56, 6 Punkten auch im Mai.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Aufschwung in der Euro-Zone hat sich im Mai ungebremst fortgesetzt. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft verharrte auf dem Sechs-Jahres-Hoch, wie das Institut IHS Markit am Dienstag mitteilte.

BerlinEntgegen den Erwartungen hält die Euro-Zone ihr hohes Wachstum bei 56, 6 Punkten auch im Mai. Ökonomen hatten einen leichten Rückgang erwartet. „Das Wirtschaftswachstum in der Euro-Zone bleibt beeindruckend stark“, sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. 5000 Unternehmen aus dem Industrie- und Dienstleistungssektor nahmen an der am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Instituts IHS Markit teil. Und die stellten so viele Mitarbeiter ein wie selten zuvor in den vergangenen zehn Jahren. Die Geschäftsaussichten bewerteten die Manager so gut wie noch nie, während die Auftragsbestände so zügig zunahmen, wie selten zuvor in den vergangenen sechs Jahren.

Garant für den Aufschwung sind die beiden größten Volkswirtschaften Deutschland und Frankreich, wo das Barometer jeweils den höchsten Wert seit sechs Jahren erreichte. In den übrigen von der Umfrage erfassten Ländern fiel dieser Wert zwar etwas niedriger aus als im Vormonat, blieb aber auf einem der höchsten Niveaus der vergangenen zehn Jahre.

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Obwohl die Unternehmen ihre Verkaufspreise abermals anhoben, gibt es Markit zufolge erste Anzeichen dafür, dass sich der Anstieg der Einkaufspreise verlangsamt hat. „Dies deutet darauf hin, dass sich der Inflationsdruck im Laufe des zweiten Halbjahrs abmildern könnte“, erklärte das Institut.

Das Bruttoinlandsprodukt in der Euro-Zone war im ersten Quartal mit 0,5 Prozent mehr als doppelt so stark gestiegen wie das der weltgrößten Volkswirtschaft USA. Im laufenden Frühjahrsquartal könne ein Plus von 0,6 oder 0,7 Prozent herausspringen, sagte Williamson.

Quelle:  Handelsblatt Online
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