Medienbericht: EU bildet Arbeitsgruppe für Scheitern der Brexit-Gespräche

Medienbericht: EU bildet Arbeitsgruppe für Scheitern der Brexit-Gespräche

, aktualisiert 01. Dezember 2017, 19:54 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

Sollten die Brexit-Gespräche zwischen Großbritannien und der EU scheitern, droht ein unkontrollierter Austritt der Briten aus der Union. Um sich darauf vorzubereiten, hat die EU offenbar eine Arbeitsgruppe eingerichtet.

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Um sich auf ein Scheitern der Brexit-Gespräche vorzubereiten, hat die EU offenbar eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen.

BerlinWegen des möglichen Scheiterns der Brexit-Gespräche mit Großbritannien hat die EU-Kommission einem Medienbericht zufolge bereits eine Arbeitsgruppe gebildet. Das direkt Kommissionschef Jean-Claude Juncker unterstellte Expertengremium solle die EU auf einen unkontrollierten Austritt der Briten aus der EU Ende März 2019 vorbereiten, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Samstag) unter Berufung auf interne EU-Dokumente. In Brüssel gab es dafür zunächst keine offizielle Bestätigung.

Das Generalsekretariat der EU-Kommission habe mit Arbeiten an einem Reaktionsplan für alle Politikfelder vom Zoll über den Luftverkehr bis hin zur Fischerei begonnen, schrieb die Zeitung. Damit solle die Staatengemeinschaft auf den schlimmsten Fall vorbereitet werden, heiße es in den Dokumenten unter Berufung auf Brexit-Chefunterhändler Michel Barnier.

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Die Gruppe mit dem Namen „Brexit Preparedness Group“ arbeite parallel zu der von Barnier geleiteten Brexit-Verhandlungsgruppe Szenarien für die Zeit nach dem Brexit aus. Dazu gehöre auch ein Brexit ohne Austrittsvereinbarung.

Am Montag will Juncker mit der britischen Premierministerin Theresa May besprechen, ob ausreichende Fortschritte für den Start der zweiten Verhandlungsphase erreicht sind. London will mit den Gesprächen über ein Handelsabkommen beginnen. Dazu müssen drei wichtige Fragen geklärt sein. Bei den Bürgerrechten und den Finanzen gibt es Fortschritte, offen ist hingegen die Irland-Frage. Dublin lehnt Grenzkontrollen zu Nordirland kategorisch ab.

Quelle:  Handelsblatt Online
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