Nach Entlassung von James Comey: Trump beginnt Suche nach neuem FBI-Direktor

Nach Entlassung von James Comey: Trump beginnt Suche nach neuem FBI-Direktor

, aktualisiert 13. Mai 2017, 17:29 Uhr
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Wer wird Nachfolger des vom US-Präsidenten geschassten FBI-Chefs James Comey?

Quelle:Handelsblatt Online

Vier Tage nach der Entlassung von FBI-Direktor Comey durch US-Präsident Trump trifft Justizminister Sessions potenzielle Nachfolger. Erstmals könnte eine Frau das FBI leiten. Trump dringt auf eine schnelle Entscheidung.

WashingtonNach der spektakulären Entlassung von FBI-Direktor James Comey will US-Präsident Donald Trump möglichst rasch einen neuen FBI-Chef ernennen. Möglicherweise werde er seine Entscheidung bis Ende nächster Woche treffen, bevor er zu seiner ersten Auslandsreise aufbreche, sagte Trump am Samstag. „Auch das ist möglich.“

Vier potenzielle Kandidaten für die Comey-Nachfolge wurden am Samstag von Justizminister Jeff Sessions und dessen Vize Rod Rosenstein befragt – der geschäftsführende FBI-Chef Andrew McCabe, der New Yorker Richter Michael Garcia, Senator John Cornyn und Alice Fisher, die unter Präsident George W. Bush eine Spitzenbeamte im Justizministerium war.

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Fisher wäre die erste Frau an der Spitze der Bundesbehörde. Sie kam als erste zum Interview und verließ das Gebäude nach eineinhalb Stunden wieder, ohne einen Kommentar abzugeben. Neben diesen vieren zieht Trump auch noch eine Reihe weiterer Kandidaten in Betracht. „Ich denke, der Prozess wird schnell gehen. Fast alle von ihnen sind sehr bekannt“, sagte Trump.

Am Dienstagabend hatte er Comey überraschend entlassen. McCabe widersprach am Donnerstag Trump, der behauptet hatte, Comey habe keinen Rückhalt unter den Kollegen mehr gehabt und schlechte Arbeit abgeliefert. Die überwiegende Mehrheit der Mitarbeiter habe eine positive Beziehung zu Comey gehabt, sagte McCabe. Das Weiße Haus machte zu den Gründen wechselnde und zum Teil widersprüchliche Angaben. Das FBI untersucht Vorwürfe einer russischen Einflussnahme auf die US-Wahl sowie Kontakte zwischen Mitgliedern von Trumps Wahlkampfteam und Vertretern Russlands.

Berichten zufolge bemüht sich das Weiße Haus um einen Comey-Nachfolger, dem keine sehr engen Verbindungen zu Trump nachgesagt werden können. Der Justizminister ist Vorgesetzter des FBI-Direktors, aber das letzte Wort über den Kandidaten liegt beim Präsidenten. Danach muss der Senat die Nominierung billigen. Eine Amtszeit als FBI-Direktor beträgt zehn Jahre.

Quelle:  Handelsblatt Online
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