Nach Terroranschlag in Manchester: Britische Polizei stoppt Zusammenarbeit mit USA

Nach Terroranschlag in Manchester: Britische Polizei stoppt Zusammenarbeit mit USA

, aktualisiert 25. Mai 2017, 12:54 Uhr
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Die Veröffentlichung geheimer Informationen stört die Arbeit der Ermittler.

Quelle:Handelsblatt Online

Woher stammen die geheimen Informationen? Nur kurz nach dem Anschlag in Manchester berichten US-Medien über Details vom Tatort. Britische Ermittler verdächtigen die Geheimdienste - und verweigern nun die Zusammenarbeit.

LondonAus Ärger über undichte Stellen wird die Polizei von Manchester nach einem BBC-Bericht keine Informationen über den Terroranschlag mehr an die USA liefern. Man sei darüber empört, dass Bilder vom Tatort und der Name des Attentäters noch vor der Veröffentlichung in Großbritannien von US-Medien publiziert worden seien. Die Polizei wollte den Bericht des Senders auf Anfrage nicht kommentieren.

Es wird erwartet, dass die britische Premierministerin Theresa May das Thema an diesem Donnerstag am Rande des Nato-Treffens in Brüssel mit US-Präsident Donald Trump bespricht. Britische Offizielle seien wütend über die Veröffentlichungen, berichtete der „Guardian“. Es habe Interventionen auf allen Ebenen der Regierung gegeben.

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In Großbritannien wird davon ausgegangen, dass US-Geheimdienstquellen forensische Aufnahmen vom Tatort in der Manchester Arena der „New York Times“ zugespielt haben. Die Fotos zeigen offensichtlich einen Zünder, Metallmuttern und Schrauben sowie einen blauen Rucksack, in dem die Bombe gewesen sein könnte. Bereits am Dienstag veröffentlichten US-Medien den Namen des Attentäters. Bei dem Anschlag auf ein Popkonzert am Montag starben 22 Menschen.

Die Nationale Britische Anti-Terrorpolizei erklärte, die undichten Stellen unterhöhlten die Ermittlungen. Man schätze die wichtigen Beziehungen zu Geheimdiensten, Polizei und Sicherheitspartnern weltweit hoch ein. „Wenn dieses Vertrauen gebrochen wir untergräbt das diese Beziehungen und untergräbt unsere Ermittlungen und das Vertrauen der Opfer, Zeugen und ihrer Familien“, sagte ein Sprecher. Der Schaden sei noch größer, wenn mögliche Beweise mitten in einer großen Anti-Terror-Ermittlung unerlaubt veröffentlicht würden.

Quelle:  Handelsblatt Online
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