Nordkorea: Indizien sprechen für Atomwaffen

Nordkorea: Indizien sprechen für Atomwaffen

, aktualisiert 05. Mai 2017, 03:02 Uhr
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Nordkorea rasselt mit dem modernen Säbel: Waffenschau bei einer Militärparade in Pjöngjang im April.

Quelle:Handelsblatt Online

Beobachter der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) hat Nordkorea bereits im Jahr 2009 aus dem Land geworfen. Doch über Satellitenbilder verfolgen sie die Entwicklung des Nuklearprogramms – und machen sich Sorgen.

Berlin/WashingtonDie Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) verfolgt mit großer Sorge Nordkoreas atomare Ambitionen. „Wir haben Anhaltspunkte, dass das Nuklearprogramm so vorangeht, wie Nordkorea es verkündet“, sagte IAEA-Chef Yukiya Amano der „Süddeutschen Zeitung“ (Freitag).

Die IAEA stützt sich dabei auf Satellitenbilder. Experten der UN-Behörde mit Sitz in Wien dürfen nicht in das abgeschottete Land einreisen.

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„Alle Indizien zeigen uns, dass Nordkorea Fortschritte macht. Und das bereitet uns Sorgen“, sagte Amano. Die daraus resultierenden Sicherheitsbedenken gingen über die Region hinaus.

Der Konflikt um das nordkoreanische Atomprogramm hatte sich in den vergangenen Wochen zugespitzt. US-Präsident Donald Trump warnte jüngst vor einer „großen, großen Katastrophe“. Das isolierte kommunistische Regime unternahm einen neuen Raketenstart, der jedoch fehlschlug.

Trotz mehrerer UN-Verbotsresolutionen treibt die nordkoreanische Führung das Atomprogramm des Landes voran und entwickelt Raketen, die neben Südkorea und Japan auch die US-Küste erreichen könnten. Trump hatte schon während des Wahlkampfes gesagt, dass er bereit sei, Kim Jong Un zu treffen. Inzwischen schließt seine Regierung auch ein militärisches Vorgehen gegen Nordkorea nicht aus.

US-Außenminister Tillerson appellierte am Donnerstag an seine Amtskollegen in den Asean-Mitgliedsstaaten. Sie sollten sicherzustellen, dass Sanktionen gegen Nordkorea durchgesetzt werden.

Der diplomatische Kontakt zwischen Pjöngjang und den zehn asiatischen Ländern solle „minimiert“ werden, so Tillerson. Damit solle verhindert werden, dass Nordkorea wegen diplomatischer Kontakte seine Pläne für ein Atomwaffenprogramm vorantreiben könne, erklärte Patrick Murphy vom US-Außenministerium am Donnerstag (Ortszeit).

China gilt als Hauptansprechpartner und größter Handelspartner von Nordkorea. Andere asiatische Länder unterhalten ebenfalls diplomatische Beziehungen mit Pjöngjang. Acht Außenminister und zwei weitere hochrangige Vertreter der Asean-Länder waren eigens in die USA gereist, um dort Tillerson zu treffen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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