Parteitreffen: US-Demokraten lecken die Wunden der Wahl

Parteitreffen: US-Demokraten lecken die Wunden der Wahl

, aktualisiert 22. Februar 2017, 14:36 Uhr
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Der ehemalige Arbeitsminister gilt als Favorit für den Posten des Parteichefs der US-Demokraten.

Quelle:Handelsblatt Online

Die US-Wahlen verliefen für die Demokraten schlecht. Nicht nur wegen der Niederlage Hillary Clintons gegen Donald Trump. Die Partei ist auf der Suche nach neuem Führungspersonal – aber auch nach politischen Inhalten.

AtlantaDie US-Demokraten kommen nach der verlorenen Präsidentschaftswahl von Donnerstag an zu ihrem Winterparteitag in Atlanta zusammen. Unter anderem soll ein neuer Vorsitzender der Partei gewählt werden. Vor allem aber suchen die Demokraten nach einer Antwort auf die Frage, wie sie der Ohrfeige der Wähler für das politische Establishment begegnen sollen.

Die gewählte Parteivorsitzende Debbie Wasserman-Schultz war noch während des Nominierungsparteitags für Hillary Clinton nach einem Hacking-Angriff auf die Computer der Partei zurückgetreten. Ihre kommissarische Nachfolgerin Donna Brazile war unter Druck geraten, weil sie im Vorwahlkampf Fragen für eine TV-Debatte vorab an Hillary Clinton weitergegeben hatte und damit deren innerparteilichen Kontrahenten Bernie Sanders benachteiligt haben könnte.

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Im Mittelpunkt des dreitägigen Parteitreffens steht die Wahl eines neuen Parteichefs. Als Favorit unter den bis zu einem Dutzend Kandidaten gilt der ehemalige Arbeitsminister Tom Perez. Gefährlich werden könnte ihm der Kongressabgeordnete Keith Ellison aus Minnesota. Eine Entscheidung im ersten Wahlgang wird nicht erwartet. Der Parteichef ist jedoch im US-System nicht die Führungsfigur der Partei, sondern eher ein im Hintergrund wirkender Geschäftsführer.

Die Demokraten hatten am 8. November nicht nur den Kampf um das Weiße Haus verloren, sondern auch landesweit schwere Schlappen bei den Wahlen der Regionalparlamente und Gouverneure hinnehmen müssen. Die hochgesteckten Erwartungen wurden bei weitem nicht erfüllt. Die Niederlagen sorgen intern für erhebliche Diskussionen über die inhaltliche Ausrichtung der Partei.

Quelle:  Handelsblatt Online
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