Putin zu Nordkorea: „Alles, was derzeit passiert, ist natürlich eine Provokation“

Putin zu Nordkorea: „Alles, was derzeit passiert, ist natürlich eine Provokation“

, aktualisiert 07. September 2017, 09:38 Uhr
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Die nordkoreanische Führung rechne mit ihrer Provokation auf eine bestimmte Reaktion und erziele sie auch. „Warum machen sie da mit?“, fragte der Kremlchef in Richtung Washington.

Quelle:Handelsblatt Online

Putin warnt die USA, sich nicht von Nordkorea provozieren zu lassen. Das Regime hatte am Sonntag eine Wasserstoffbombe getestet. Die USA wollen auf einen neuen Atomtest des Regimes mit härteren Sanktionen reagieren.

WladiwostokDer russische Präsident Wladimir Putin hat die USA davor gewarnt, sich von Nordkorea provozieren zu lassen. „Alles, was derzeit passiert, ist natürlich eine Provokation“, sagte Putin am Donnerstag in der Stadt Wladiwostok im Fernen Osten. Die nordkoreanische Führung sei nicht dumm: Sie rechne auf eine bestimmte Reaktion und erziele sie auch. „Warum machen sie da mit?“, fragte der Kremlchef in Richtung Washington.

Beim Fernöstlichen Wirtschaftsforum in der Stadt am Pazifik forderte Putin erneut eine Verhandlungslösung für den Streit über Nordkoreas atomare Bewaffnung. Die USA wollen dagegen auf einen neuen Atomtest mit verschärften Sanktionen reagieren.

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Putin sagte, er hoffe, dass auch die USA an einer Entspannung der Lage im Nordosten Asiens interessiert seien. Mit gesundem Menschenverstand auf allen Seiten lasse sich das Problem lösen, sagte er Agenturberichten zufolge. Auch der südkoreanische Präsident Moon Jae In sprach sich für eine friedliche Lösung aus, forderte aber strengere Sanktionen.

Nordkorea hatte am Sonntag nach eigenen Angaben eine Wasserstoffbombe getestet, mit der eine Langstreckenraketen bestückt werden kann. Dies ist ein klarer Verstoß gegen Resolutionen des UN-Sicherheitsrates. Es war der sechste und bisher größte Atomtest Nordkoreas seit 2006.

Die USA wollen im Weltsicherheitsrat jetzt noch härtere Sanktionen gegen Nordkorea durchsetzen und unter anderem die Vermögen von Staatschef Kim Jong UN einfrieren lassen. Darüber hinaus wollen sie das kommunistische Land mit einem Ölembargo belegen. Diese Forderung ist wegen der weitreichenden Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung umstritten. Experten warnen beispielsweise vor Hungersnöten und einer Transportkrise.

Quelle:  Handelsblatt Online
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