Rüstungsprogramm: Südkorea meldet weiteren Raketenfehlstart Nordkoreas

Rüstungsprogramm: Südkorea meldet weiteren Raketenfehlstart Nordkoreas

, aktualisiert 28. April 2016, 15:52 Uhr
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Nordkorea unterlaufen bei Raketentests immer wieder Fehlschläge.

Quelle:Handelsblatt Online

Mit Raketentests will Nordkorea Stärke und Souveränität demonstrieren. Doch die Technik spielt nicht immer mit. Nach südkoreanischen Angaben hat eine Mittelstreckenrakete einen Fehlstart hingelegt.

SeoulDas kommunistische Nordkorea soll nach südkoreanischen Angaben erneut eine Mittelstreckenrakete getestet haben. Das Geschoss sei aber bereits wenige Sekunden nach dem Start abgestürzt, berichtete das südkoreanische Verteidigungsministerium am Donnerstag. Wo die Trümmer niedergingen, war zunächst nicht klar. Das Außenministerium in Seoul sprach von einer Provokation.

Dem Verteidigungsministerium zufolge handelte es sich offenbar um den zweiten gescheiterten Test der neuen Rakete namens Musudan, die eines Tages 3500 Kilometer weit fliegen und auch relativ weit entfernte Ziele wie US-Basen in Asien und im Pazifik erreichen könnte. Nordkorea hatte die Musudan-Rakete 2011 auf einer Militärparade gezeigt, soll aber erst in diesem Monat Flugtests gewagt haben. Darüber hinaus arbeitet Nordkorea an der Entwicklung von Langstreckenraketen, die auch das US-Festland erreichen sollen.

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Allerdings unterlaufen Nordkorea dabei immer wieder Fehlschläge. Erst vor wenigen Tagen hatte Südkorea gemeldet, dass Nordkorea eine ballistische Rakete von einem U-Boot aus gestartet habe, die statt 300 nur etwa 30 Kilometer geflogen sei. Mitte April explodierte eine Mittelstreckenrakete südkoreanischen Angaben zufolge kurz nach dem Start. Auch im Dezember soll ein Raketentest von einem U-Boot aus fehlgeschlagen sein.

Das nordkoreanische Raketenprogramm löst - ebenso wie die Entwicklung von Atomsprengköpfen durch den abgeschotteten und autoritär regierten Staat - international Besorgnis aus. Nordkorea begründet die Rüstungsprogramme damit, dass es sich durch den Süden und die mit ihm verbündeten USA bedroht fühle. Die jährlichen Frühjahrsmanöver der beiden Bündnispartner bezeichnet die Führung in Pjöngjang als Übung für eine Invasion.

Viele Beobachter werten die Raketentests aber auch als Machtdemonstration des nordkoreanischen Staatschef Kim Jong Un vor dem für Mai geplanten Parteitag. In diesem Zusammenhang gibt es in Südkorea auch Spekulationen über einen fünften Atomtest Nordkoreas in den kommenden Tagen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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