Russland-Affäre: Sonderermittlung ist für Trump eine „Hexenjagd“

Russland-Affäre: Sonderermittlung ist für Trump eine „Hexenjagd“

, aktualisiert 18. Mai 2017, 16:21 Uhr
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Donald Trumps Wahlkampfteam soll Absprachen mit Moskau getroffen haben.

Quelle:Handelsblatt Online

Gab es zwischen Trumps Wahlkampfteam und Moskau Absprachen? Trump reagiert auf die Vorwürfe mit Gegenangriffen und kritisierte das Verfahren als „größte Hexenjagd gegen einen Politiker in der amerikanischen Geschichte!“

WashingtonUS-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag verärgert auf die Einsetzung eines Sonderermittlers in der Russland-Affäre reagiert und spricht von der größten Hexenjagd gegen einen Politiker in der US-Geschichte. Zu all den illegalen Aktionen während der Regierung seines Vorgängers Barack Obama und des Wahlkampfs seiner Konkurrentin Hillary Clinton sei nie eine Sonderuntersuchung eingeleitet worden, schrieb Trump auf Twitter. „Dies ist die größte Hexenjagd gegen einen Politiker in der amerikanischen Geschichte!“ Wenige Stunden zuvor hatte er noch erklärt, er freue sich auf einen raschen Abschluss des Falles. „Wie ich bereits mehrfach gesagt habe, wird eine eingehende Untersuchung das bestätigen, was wir bereits wissen: Es gab keine geheimen Verabredungen zwischen meinem Team und einer ausländischen Einrichtung.“

Das Justizministerium hatte am Mittwoch den früheren FBI-Chef Robert Mueller zum Sonderermittler ernannt. Er soll prüfen, ob es zwischen Trumps Wahlkampfteam und der Regierung in Moskau geheime Absprachen gab und ob Russland Einfluss auf die Präsidentenwahl im November nahm.

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Im Februar trat Trumps Nationaler Sicherheitsberater Michael Flynn nach nur wenigen Wochen zurück, weil er noch vor Amtsantritt Kontakte zum russischen Botschafter Sergej Kisljak hatte. Auch die Ermittlungen gegen Flynn nannte Trump Ende März eine Hexenjagd historischen Ausmaßes und unterstützte Flynns Forderung nach strafrechtlicher Immunität. Das FBI untersucht Flynns Russland-Kontakte. Trump entließ vergangene Woche überraschend FBI-Chef James Comey und setzte sich damit dem Vorwurf der Vertuschung aus, denn Comey leitete die bundespolizeiliche Untersuchung zu Flynns Russland-Kontakten.

Quelle:  Handelsblatt Online
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