Saudi-Arabien: Millionen-Spende an Ivanka Trumps Weltbank-Fond

Saudi-Arabien: Millionen-Spende an Ivanka Trumps Weltbank-Fond

, aktualisiert 22. Mai 2017, 04:47 Uhr
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US-Präsidententochter Ivanka Trump bei einer Rede in Saudi-Arabien.

Quelle:Handelsblatt Online

Ivanka Trump mahnt in Saudi-Arabien die Stärkung von Frauen an. Einen Tag nach dem Mega-Rüstungsdeal ihres Vaters mit den Saudis, darf sich die Präsidententochter über eine Millionen-Spende für einen Hilfsfond freuen.

RiadDie Tochter von US-Präsident Donald Trump, Ivanka Trump, hat bei einem Wirtschaftstreffen in Saudi-Arabien die Stärkung von Frauenrechten weltweit angemahnt. In jedem Land müssten sich Frauen und Mädchen weiterhin mit systematischen, institutionellen und kulturellen Schranken auseinandersetzen, „die uns daran hindern, uns voll einzubringen“, sagte sie. „Sie alle wissen, dass das wahr ist“, betonte sie bei einem Runden Tisch zu Frauen betreffende Wirtschaftsfragen.

Unterdessen haben Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate angekündigt, gemeinsam 100 Millionen Dollar an einen von Ivanka Trump initiierten Weltbank-Fund für Unternehmerinnen zu spenden. Die Bekanntgabe kam einen Tag, nachdem ihr Vater Donald Trump einen milliardenschweren Rüstungsdeal mit Saudi-Arabien abgeschlossen hat. Yousef Al Otaiba, US-Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate, sagte in einem Statement, die Spende sei ein "Bekenntnis zur Stärkung der Frauen in der unserer Region und baut auf den Fortschritte in unserem Land auf, wo Frauen in jedem Bereich der Gesellschaft eine Rolle spielen."

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Von Trumps Gegnern wurde die Spende kritisiert - immerhin habe der US-Präsident früher regelmäßig die Clinton Foundation für die Annahme von Spendengeldern aus dem Nahen Osten angegriffen, berichtete die US-Zeitung "USA Today".

Eine Expertin der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch kritisierte wiederum, dass die Präsidentenberaterin Trump nicht den größeren Zusammenhang sehe. „Nicht das Unternehmertum ist wichtig, sondern der politische Wandel, damit die Regeln, die Frauen am Arbeitsplatz beschränken, aufgehoben werden“, sagte Kristine Beckerle. Ohne das gingen die Investitionen nicht sehr weit.

US-Präsident Donald Trump hatte in seiner Rede vor Staatenlenkern zwar dazu aufgerufen, gemeinsam gegen die Unterdrückung von Frauen vorzugehen. Seinen Schwerpunkt legte er jedoch auf den Kampf gegen Extremismus, der ein „Kampf zwischen Gut und Böse“ sei. Er sagte auch, dass die USA niemandem in der Region ihren Willen aufdrängen wollten. „Wir sind nicht hier, um zu belehren, wir sind nicht hier, um anderen Leuten zu sagen, wie sie leben, was sie tun, wie sie sein und wie sie beten sollen.“

Quelle:  Handelsblatt Online
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