Sexuellen Belästigung: Neue Vorwürfe gegen Republikaner Roy Moore

Sexuellen Belästigung: Neue Vorwürfe gegen Republikaner Roy Moore

, aktualisiert 13. November 2017, 22:19 Uhr
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Immer mehr republikanische Kollegen fordern Moore auf, seine Kandidatur für den freigewordenen Senatssitz in Alabama zurückzuziehen.

Quelle:Handelsblatt Online

Roy Moore muss sich erneuten Vorwürfen der sexuellen Belästigung stellen. Das mutmaßliche Opfer sei 16 Jahre alt gewesen, als der US-Politiker sie unangemessen angefasst haben soll. Unter Republikanern wächst der Unmut.

WashingtonEine weitere Frau hat den umstrittenen US-Republikaner Roy Moore eines sexuellen Übergriffs beschuldigt. Die 55-jährige Beverly Young N. erklärte am Montag, Moore habe sie in den siebziger Jahren belästigt. Sie sei damals 16 Jahre alt gewesen und habe in einem Restaurant gearbeitet, das Moore regelmäßig besucht habe.

Eines Abends habe er angeboten, sie nach Hause zu fahren. Als sie in seinem Auto saß, habe er sie betatscht und versucht, ihr das Shirt auszuziehen. Irgendwann habe er von ihr abgelassen.

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Nelson ist die fünfte Frau, die Vorwürfe gegen den 70-Jährigen erhebt. Eine andere Frau sagte der „Washington Post“, Moore habe sie 1979 zwei Mal mit nach Hause genommen und sie unsittlich berührt. Sie war damals erst 14 Jahre alt. Drei weitere Frauen erhoben ähnliche Anschuldigungen. Moore wies die Vorwürfe zurück.

Unter den Republikanern werden die Forderungen unterdessen immer lauter, dass der 70-Jährige seine Kandidatur für den freigewordenen Senatssitz in Alabama zurückziehen müsse. Auch der mächtigste Fraktionschef der Republikaner im Senat, Mitch McConnell, schloss sich den Rufen am Montag an. „Ich denke, er sollte seinen Platz freimachen“, sagte McConnell auf die Frage eines Reporters. Er erklärte zudem, dass er den Frauen glaube. Moore kandidiert für den Sitz, der durch den Wechsel von Jeff Sessions an die Spitze des Justizministeriums vakant geworden ist.

Der Wirbel um ihn stürzt viele Republikaner in einen tiefen Konflikt. Da sie im Senat nur einen Zwei-Stimmen-Vorsprung vor den Demokraten haben, wäre eine Niederlage des Kandidaten ein herber Rückschlag. Andererseits geht Moore dem republikanischen Establishment mit seinen extremen Positionen stark gegen den Strich. Er ist gegen Muslime und Homosexuelle, tritt für uneingeschränkte Waffenrechte ein und spricht sich dafür aus, „Gottes Gesetz“ über die Verfassung zu stellen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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