Somalia: Terrorangriff auf Hotel in Mogadischu

Somalia: Terrorangriff auf Hotel in Mogadischu

, aktualisiert 21. Januar 2016, 21:57 Uhr
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Sanitäter in Einsatzbereitschaft in Mogadischu: Andauernde Schießereien zwischen Angreifern und Sicherheitspersonal erschweren am Lido-Strand in der somalischen Hauptstadt die Rettungsarbeiten.

Quelle:Handelsblatt Online

In der somalischen Hauptstadt Mogadischu hat es zwei Selbstmordanschläge gegeben. Die islamistische Terrormiliz Al-Shabaab bekannte sich zu den Taten. Mindestens acht Menschen starben.

Bei zwei Selbstmordanschlägen der islamistischen Terrormiliz Al-Shabaab in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind mindestens acht Menschen getötet worden. Nach Polizeiangaben rammte ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug am Donnerstagabend das Beach View Hotel am Lido-Strand. Danach stürmten vier Al-Shabaab-Kämpfer das Hotel und eröffneten das Feuer. Die Terrormiliz bekannte sich zu dem Anschlag.

„Sie schossen wahllos um sich im Hotel und außerhalb“, sagte der Augenzeuge Mustafa Elmi. „Ich konnte mit leichten Verletzungen entkommen, aber es gab Leute, die auf der Stelle tot waren.“ Bei den Opfern handelt es sich nach Angaben der Polizei um Zivilisten und Wachleute.

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Zu einer weiteren Explosion soll es in einem nahegelegenen Restaurant gekommen sein. Nach Polizeiangaben handelte es sich auch dabei vermutlich um ein Selbstmordattentat.

Da im Hotel der Strom ausfiel, habe es Chaos gegeben, sagte ein Helfer. „Für die Rettungskräfte ist es sehr schwer, den Opfern inmitten von Schusswechseln zwischen Sicherheitskräften, privaten Wachleuten und den Angreifern zu helfen.“ In den Hotels und Restaurants am Lido-Strand verkehren viele Regierungsvertreter und Unternehmer.

Erst am Sonntag hatten die sunnitischen Extremisten die kenianischen Friedenstruppen in Somalia angegriffen. Die Streitkräfte weigern sich nach wie vor, Auskunft zu geben, wie viele Soldaten bei dem komplexen Angriff getötet wurden. Al-Shabaab spricht von rund 100 getöteten Kenianern.

Die radikale Miliz verbreitet seit Jahren in Somalia Angst und Schrecken und verübt auch in Nachbarländern wie Kenia Anschläge. Zwar vertrieben Regierungstruppen und Soldaten der Afrikanischen Union die Extremisten 2011 aus der Hauptstadt Mogadischu, Al-Shabaab beherrscht aber noch weite Teile Mittel- und Südsomalias. Die Organisation hat Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida und kooperiert mit den Extremisten von Boko Haram in Nigeria.

Quellle:  Handelsblatt Online
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