Trump besucht Florida: Mysteriöse Todesfälle nach Hurrikan „Irma“

Trump besucht Florida: Mysteriöse Todesfälle nach Hurrikan „Irma“

, aktualisiert 14. September 2017, 08:04 Uhr
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Der US-Präsident besucht am heutigen Donnerstag die vom Hurrikan getroffene Südwestküste. Die Feuerwehr fand nach dem Wirbelsturm acht tote Senioren, deren Todesursache noch unklar ist.

Quelle:Handelsblatt Online

Nach Hurrikan „Irma“ hat sich US-Präsident Trump in Florida angekündigt. Während er die Südwestküste des Staates besuchen will, beginnt 200 Kilometer östlich das Rätselraten nach dem Tod mehrerer Senioren.

MiamiNach dem verheerenden Wirbelsturm „Irma“ beschäftigten sich die Behörden in Florida neben den Aufräumarbeiten auch der rätselhafte Tod von acht Senioren in einem Pflegeheim. In der Stadt Hollywood fanden Feuerwehr und Polizei am Mittwoch drei Tote, fünf weitere seien im Krankenhaus oder auf dem Weg dorthin gestorben, hieß es. Die Opfer waren zwischen 71 und 99 Jahre alt. Unterdessen ließ US-Präsident Donald Trump mitteilen, er wolle am (heutigen) Donnerstag die Stadt Naples an der stark durch den Hurrikan getroffenen Südwestküste besuchen.

An der Ostküste Floridas leitete die Polizei ein Ermittlungsverfahren nach dem Tod der acht Patienten ein. Sheriff Tom Sanchez zufolge starben sie vermutlich an Überhitzung oder anderen Umständen durch Hitze - ausschließen wollte er jedoch nichts. Die Ermittler überprüften auch, ob die fünf Frauen und drei Männer vielleicht an einer Kohlenmonoxidvergiftung durch Generatoren starben. Es werde ebenfalls geschaut, wie viele Fenster zum Zeitpunkt des Vorfalls in dem Gebäude offen standen.

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Der Gouverneur von Florida, Rick Scott, bezeichnete die Situation als unerklärlich. Er ordnete eine Untersuchung von anderen Pflege- und Altenheimen an. Allein in der Stadt Hollywood sollten 42 Einrichtungen kontrolliert werden, sagte Sanchez. Bei Temperaturen von 34 Grad Celsius gingen Rettungskräfte in mehreren Gemeinden für Medizinchecks von Tür zu Tür. Es wurden Wasser, Eis und Mahlzeiten verteilt.

Die Pflegeeinrichtung erklärte, „Irma“ habe die Stromzufuhr für die Klimaanlage beschädigt. Besonders tragisch an dem Geschehen scheint zu sein, dass gegenüber der Einrichtung ein Krankenhaus mit funktionierender Klimaanlage zugänglich gewesen wäre. Auf die Frage, warum die Heimmitarbeiter die Patienten nicht über die Straße ins Krankenhaus gebracht hätten, als die Temperaturen gefährlich anstiegen, sagte eine Sprecherin der Stadt Hollywood, sie könnten nicht in die Köpfe der Angestellten oder Manager der Einrichtung schauen.

Der Bezirk Broward County meldete, das Pflegeheim habe einen Stromausfall angegeben, aber auch auf Nachfrage keine Hilfe angefordert. „Es ist eine traurige Angelegenheit“, sagte der Polizeichef. Alle Menschen hätten ältere Menschen in Pflege- und Altenheimen und seien abhängig von jenen, die sich um sie kümmerten. In Florida leben rund vier Millionen Senioren.

Durch Wirbelsturm „Irma“ kamen in der Karibik und in den USA nach offiziellen Zahlen mittlerweile mindestens 61 Menschen ums Leben. Unter den Toten in Florida war auch eine Siebenjährige, die nach Angaben der Polizei im Bezirk Polk County an einer Kohlenmonoxidvergiftung starb.

Quelle:  Handelsblatt Online
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