Türkei-Deal: Erdogan droht Flüchtlingsabkommen platzen zu lassen

Türkei-Deal: Erdogan droht Flüchtlingsabkommen platzen zu lassen

, aktualisiert 24. Mai 2016, 19:25 Uhr
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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan droht, das geplante Abkommen mit der EU platzen zu lassen, sollten seine Bedingungen nicht erfüllt werden.

Quelle:Handelsblatt Online

Sollte es keine Einigung im Visumstreit mit der EU geben, will der türkische Präsident Recep Erdogan das Rücknahmeabkommen für Flüchtlinge auf Eis legen. Merkel kündigt Gespräche mit der Türkei an.

IstanbulOhne Fortschritte bei den Verhandlungen zur EU-Visumfreiheit will der türkische Staatspräsident das Abkommen zur Rücknahme von Flüchtlingen nicht in Kraft treten lassen. Sollten die Visagespräche keine Fortschritte bringen, werde das türkische Parlament das Rücknahmeabkommen nicht ratifizieren, sagte Präsident Recep Tayyip Erdogan zum Abschluss des UN-Nothilfegipfels am Dienstag in Istanbul.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte am Montag nach einem Gespräch mit Erdogan deutlich gemacht, dass der angestrebte Termin für die Visumfreiheit zum 1. Juni nicht mehr haltbar ist. Hintergrund ist die Weigerung Erdogans, die Anti-Terror-Gesetze der Türkei zu reformieren. Das ist eine Voraussetzung der EU, um die Visumpflicht für Türken bei Reisen in den Schengen-Raum aufzuheben. Merkel hatte weitere Gespräche mit der Türkei angekündigt.

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Erdogan sagte am Dienstag nach der offiziellen Übersetzung auf dem Gipfel: „Wenn die Gespräche ertragreich sind, gut. Wenn nicht, dann wird ein Schritt im türkischen Parlament unternommen werden müssen, und das Gesetz zur Implementierung des Rücknahmeabkommens wird nicht ratifiziert werden.“

Die im EU-Flüchtlingspakt vereinbarte Rücknahme von illegalen Migranten läuft derzeit auf Grundlage eines Abkommens zwischen der Türkei und Griechenland und erstreckt sich auf die griechischen Ägäis-Inseln. Ab dem 1. Juni sollte die Rücknahme auf der Basis des Rücknahmeabkommens zwischen der EU und der Türkei geschehen, das bereits Ende 2013 beschlossen wurde.

Quelle:  Handelsblatt Online
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