UN-Friedensmission im Südsudan : Erneut Ablehnung weiterer Schutztruppen

UN-Friedensmission im Südsudan : Erneut Ablehnung weiterer Schutztruppen

, aktualisiert 11. Januar 2017, 16:39 Uhr
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Das Außenministerium gab bekannt, dass die Regierung Südsudans selbst für die Sicherheit der Bürger und Stabilität im Land sorgen könne.

Quelle:Handelsblatt Online

Am Mittwoch erklärte Verteidigungsminister Kuol Manyang Juuk die Lage in Juba, trotz regelmäßiger gewaltsamer Zusammenstöße, für sicher und lehnte die Entsendung zusätzlicher Blauhelme erneut ab.

JubaDie südsudanesische Regierung hat den Einsatz von 4000 zusätzlichen Blauhelmsoldaten in dem ostafrikanischen Krisenstaat erneut abgelehnt. Die Regierung Südsudans könne selbst für die Sicherheit der Bürger und Stabilität im Land sorgen, hieß es am Mittwoch aus dem Außenministerium.

Im August hatte der Weltsicherheitsrat die Entsendung der regionalen schutztruppen zur Sicherung der Hauptstadt Juba beschlossen. Seither hat Südsudans Regierung die Entscheidung mehrfach angenommen und wieder verweigert. Derzeit beteiligen sich rund 13 500 Soldaten an der UN-Friedensmission im Südsudan (Unmiss).

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„Die meisten Menschen im Ausland denken noch immer, dass in Juba gekämpfte wird“, sagte Verteidigungsminister Kuol Manyang Juuk am Mittwoch. Die Lage in Juba sei jetzt aber sicher. Kurz vor dem fünften Unabhängigkeitstag im Juli war es von Juba ausgehend erneut zu Gewaltausbrüchen gekommen. Seither wird zwar kaum offen gekämpft, es gibt landesweit aber immer wieder gewaltsame Zusammenstöße.

Ende 2013 eskalierte ein Machtkampf zwischen Präsident Salva Kiir und seinem Stellvertreter Riek Machar. In einem blutigen Bürgerkrieg kamen seither Zehntausende Menschen ums Leben, rund drei Millionen weitere Menschen sind nach UN-Angaben auf der Flucht.

Quelle:  Handelsblatt Online
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