Venezolanischer Ölsektor: USA prüfen Sanktionen gegen Maduro-Regierung

Venezolanischer Ölsektor: USA prüfen Sanktionen gegen Maduro-Regierung

, aktualisiert 04. Juni 2017, 17:32 Uhr
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In Venezuela mangelt es derzeit an allem.

Quelle:Handelsblatt Online

Mit Sanktionen gegen den Ölsektor könnten die USA den Druck auf die sozialistische Regierung Venezuelas erhöhen – und die Wirtschaftskrise des Landes verschlimmern. Seit Monaten beherrschen gewaltsame Proteste den Alltag.

WashingtonUS-Präsident Donald Trump erwägt Regierungskreisen zufolge Sanktionen gegen die Ölindustrie in Venezuela. Derzeit würden entsprechende Auflagen gegen den gesamten Energiesektor des Opec-Staates geprüft, sagten ranghohe Regierungsinsider der Nachrichtenagentur Reuters. Noch gebe es aber keine Entscheidung. Dieser drastische Schritt gehöre aber zu den von den USA geprüften Optionen, um den Druck auf die sozialistische Regierung von Präsident Nicolas Maduro zu erhöhen. Die US-Regierung wolle allerdings vorsichtig vorgehen, da Sanktionen im Ölsektor die schwere Wirtschaftskrise noch verschärfen könnten.

Solche Sanktionen würden die Wirtschaft des südamerikanischen Landes schwer treffen, das 95 Prozent der Exporteinnahmen durch die Ausfuhr des Rohstoffs erzielt. Venezuela wird seit Monaten von gewaltsamen Protesten gegen die Regierung erschüttert, bei denen bereits mehr als 60 Menschen ums Leben kamen. In der Bevölkerung herrscht große Wut über die Wirtschaftskrise, die Lebensmittel und Medikamente knapp werden lässt. Die Demonstranten fordern vorgezogene Wahlen und einen Rücktritt Maduros, dem sie die Verantwortung für die Krise geben. Maduro plant dagegen eine Verfassungsänderung.

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Für die USA ist Venezuela der drittgrößte Öllieferant nach Kanada und Saudi Arabien. Im März machten die Lieferungen aus Venezuela Regierungsangaben zufolge acht Prozent aller Öl-Importe aus. Sanktionen würden insbesondere den staatlichen Ölkonzern PDVSA treffen. Trump hat bereits gegen Venezuelas Vizepräsident sowie Mitglieder des Obersten Gerichtshofs Sanktionen verhängt. Weitere Maßnahmen würden geprüft, um gegen die Korruption im Land vorzugehen, hieß es in den US-Regierungskreisen weiter.

Quelle:  Handelsblatt Online
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