Verschlüsselungs-Diskussion: Trump fordert Apple-Boykott

Verschlüsselungs-Diskussion: Trump fordert Apple-Boykott

, aktualisiert 20. Februar 2016, 01:03 Uhr
Bild vergrößern

will Apple boykottieren. Das teilte er per Tweet mit.

Quelle:Handelsblatt Online

Etablierte Politiker und Außenseiter schießen sich auf Apple ein. Sie wollen, dass der Konzern seine liberalen Ansichten über Bord wirft und hilft, ein iPhone zu knacken. Donald Trump will erst einmal nur noch Samsung nutzen.

WashingtonDer republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump ruft in den USA zum Boykott von Apple auf. Hintergrund ist eine Weigerung des Konzerns, das FBI beim Entsperren des iPhones eines Attentäters zu unterstützen. „Boykottiert Apple, bis sie das Passwort rausrücken“, sagte Trump am Freitag bei einer Wahlkampfveranstaltung in South Carolina. „Tim Cook macht daraus eine große Nummer, wahrscheinlich um zu zeigen, wie liberal er ist.“

Unter manchen Tweets, die Trump von seinem Twitterprofil sendet, findet sich allerdings der Hinweis, dass er dies mit einem iPhone getan habe. Der 69-Jährige stellte aber rasch klar: „Ich nutze sowohl Apple als auch Samsung. Wenn Apple die Info über die Terroristen nicht an die Behörden gibt, werde ich nur noch Samsung nutzen, bis sie die Info rausgeben.“

Anzeige

Apple war von einer US-Richterin angewiesen worden, dem FBI das Entsperren des iPhones zu ermöglichen. Das iPhone, um das es geht, war von Syed Rizwan Farook genutzt worden, der gemeinsam mit seiner Frau Anfang Dezember 14 Menschen im kalifornischen San Bernardino erschoss. Das Paar, das die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) unterstützt haben soll, starb in einem Gefecht mit der Polizei.

Unter anderem soll der Konzern per Software-Eingriff die Funktion abschalten, die alle Daten löscht, wenn zehn Mal das falsche Passwort eingegeben wurde. Apple-Chef Cook entgegnete, eine solche Software überhaupt zu entwickeln, würde die Sicherheit für alle schwächen. Zuvor hatte sogar US-Präsident Barack Obama Apple aufgefordert, dem Gerichtsbeschluss nachzukommen. Abgeordnete aller Fraktionen des US-Kongresses machen sich unterdessen dafür stark, ein Gesetz zu erlassen, dass alle Hersteller zur Kooperation zwingen soll.

Donald Trumps Drohung mit dem Samsung-Smartphone hat daneben allerdings einen kleinen Haken. Samsung setzt auf Googles Android-Betriebssystem, und Google-Chef Sundar Pichai hat unmissverständlich klar gemacht, er unterstütze Apples Sicht der Dinge. Cook sieht unabsehbare Folgen für die Privatsphäre, wenn er damit beginnt Software zu bauen um die Geräte von Kunden zu entsperren.

Quellle:  Handelsblatt Online
Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%