Verstoß gegen die Waffenruhe: Syrische Luftwaffe fliegt Angriffe auf Damaskus

Verstoß gegen die Waffenruhe: Syrische Luftwaffe fliegt Angriffe auf Damaskus

, aktualisiert 01. April 2016, 16:36 Uhr
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Die Beobachtungsstelle für Menschenrechte sprach von zwölf Kindern, neun Frauen und einem Lehrer, die bei Luftangriffen südöstlich von Damaskus getötet worden seien.

Quelle:Handelsblatt Online

Trotz der vereinbarten Waffenruhe hat sich die Lage nahe Damaskus verschärft. Seit zwei Tagen bombardiert die syrische Luftwaffe die Region. Mehr als 30 Menschen sollen getötet worden sein, vorwiegend Frauen und Kinder.

BeirutDie syrische Luftwaffe hat trotz der vereinbarten Waffenruhe den zweiten Tag in Folge Angriffe in der Region südöstlich von Damaskus geflogen. Der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zufolge sind dabei am Donnerstag und Freitag mehr als 30 Menschen getötet worden. Opfer seien vor allem Frauen und Kinder, berichtete die Hilfsorganisation „Weißhelme“. Auch einer ihrer Helfer sei in der Region Deir al-Asafir getötet worden.

Sowohl die USA und Frankreich wie auch Deutschland verurteilten die Angriffe als eklatanten Verstoß gegen die Waffenruhe. Eigentlich ist diese in Syrien seit einem Monat in Kraft. Von ihr ist lediglich der Kampf gegen die radikal-islamistische Al-Nusra-Front sowie den Islamischen Staat (IS) ausgenommen. In der bombardierten Region sind verschiedene Rebellen-Organisationen aktiv, darunter auch die Nusra-Front.

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Eine Sprecherin des Auswärtigen Amts sprach vom schlimmsten Vorfall seit Beginn der Waffenruhe: „Jetzt wieder auf die militärische Karte zu setzen, wäre aus unserer Sicht wirklich ein Wahnsinn“, sagte sie. „Die syrische Bevölkerung hat ein Recht darauf, nicht von der eigenen Armee bombardiert zu werden.“

Die Angriffe sollten die Bemühungen, um eine politische Lösung torpedieren. Das US-Außenministerium erklärte, es sei entsetzt über die Berichte aus der Region. „Wir verurteilen aufs Schärfste solche Angriffe, die auf Zivilisten zielen“, sagte Sprecher John Kirby.

Die Beobachtungsstelle für Menschenrechte sprach von zwölf Kindern, neun Frauen und einem Lehrer, die unter den Getöteten seien. Die „Weißhelme“ veröffentlichten ein Video, dass einen Krankenwagen in einer verwüsteten Straße sowie Sanitäter zeigte. Weitere Bilder sollen eine zerstörte Basis der „Weißhelme“ in der Region Deir al-Asafir zeigen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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