Vor der Küste des Gazastreifens: Ein Inselhafen soll weiteren Krieg verhindern

Vor der Küste des Gazastreifens: Ein Inselhafen soll weiteren Krieg verhindern

, aktualisiert 07. Juli 2017, 16:37 Uhr
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Der Transportminister wirbt bereits seit sieben Jahren für seine Idee mit dem Inselhafen vor der Küste Gazas.

Quelle:Handelsblatt Online

Israels Geheimdienst- und Transportminister Israel Katz will einen Inselhafen vor der Küste des Gazastreifens bauen. Er soll einer humanitären Katastrophe entgegenwirken und einen weiteren Krieg verhindern.

Tel AvivIsraels Geheimdienst- und Transportminister Israel Katz will einen Inselhafen vor der Küste des Gazastreifens bauen. „Es geht erst einmal darum, einer humanitären Katastrophe im Gazastreifen entgegenzuwirken und ihn der Welt gegenüber zu öffnen“, sagte sein Berater Arye Shalicar am Freitag – „und einen weiteren Krieg mit Israel zu verhindern.“ Es gibt allerdings bisher keinen Kabinettsbeschluss für das Projekt. Eine Umsetzung scheitert auch an Verteidigungsminister Avigdor Lieberman.

Die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas hat 2007 die alleinige Macht im Gazastreifen an sich gerissen. Israel und Ägypten haben eine Blockade über das Küstengebiet verhängt. Die EU, die USA und Israel stufen die Hamas als Terrororganisation ein.

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Die Insel soll nach Katz' Vorstellung rund 4,5 Kilometer vor der Küste liegen und über eine Brücke mit dem Festland verbunden sein. Die Kontrolle sollen Israel und internationale Polizeikräfte übernehmen. Die Brücke soll durch eine Zugbrücke auch vom Festland abgeschnitten werden können. Das Projekt soll rund 4,4 Milliarden Euro kosten, durch ausländische Firmen finanziert werden und fünf Jahre Bauzeit haben.

Katz wirbt bereits seit sieben Jahren für seine Idee. Verteidigungsminister Lieberman kritisierte kürzlich, das Projekt sei wie ein Preis für Terrorismus. „Die Hamas wird sagen, aufgrund ihres Kampfes habe sie millionenschwere Investitionen und einen neuen Hafen für Gaza bekommen“, sagte Lieberman.

Katz' Plan sieht auf der rund vier Kilometer langen und zwei Kilometer breiten Insel auch eine Entsalzungsanlage sowie ein Elektrizitätswerk vor. Die rund zwei Millionen Einwohner des Küstengebietes leiden unter Stromknappheit und Mangel an Trinkwasser.

Quelle:  Handelsblatt Online
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