Vor Präsidentschaftswahl: Anschlag in Frankreich verhindert

Vor Präsidentschaftswahl: Anschlag in Frankreich verhindert

, aktualisiert 18. April 2017, 22:25 Uhr
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Polizeibeamte tragen nach der Untersuchung einer Wohnung einen Koffer raus: Laut Staatsanwaltschaft wurde dort eine IS-Flagge sowie drei Kilogramm Sprengstoff, ein Maschinengewehr und zwei Pistolen geunden.

Quelle:Handelsblatt Online

Behörden nach ist in Frankreich wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl ein Anschlag vereitelt worden. Zwei Männer hätten eine terroristische Tat geplant. In der Wohnung eines Verdächtigen wurden Waffen gefunden.

ParisIn Frankreich ist nach Angaben der Behörden kurz vor der Präsidentschaftswahl ein Anschlag vereitelt worden. Innenminister Matthias Fekl sagte am Dienstag, zwei Franzosen hätten für die kommenden Tage eine terroristische Tat auf französischem Boden geplant. Dies sei durch deren Festnahme in Marseille verhindert worden.

In der Wohnung von einem der Männer wurden laut Staatsanwaltschaft eine Flagge der Extremisten-Miliz „Islamischer Staat“ und dschihadistisches Propaganda-Material gefunden. Der zweite Verdächtige habe mutmaßlich Verbindungen zu einer Dschihadisten-Zelle in Belgien. Bei Razzien seien zudem drei Kilogramm Sprengstoff, ein Maschinengewehr und zwei Pistolen entdeckt worden. Die Polizei war nach eigenen Angaben seit Tagen auf der Jagd nach den vorbestraften Männern. Einer soll sich im Gefängnis dem radikalen Islam zugewandt haben.

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In Frankreich ist für Sonntag die erste Runde der Präsidentschaftswahl angesetzt. Dafür und für die Stichwahl am 07. Mai sollen nun jeweils 50.000 Polizisten und Soldaten abgestellt werden. Das Land ist seit Längerem im Visier von Islamisten: Nach einer Reihe von Anschlägen herrscht die höchste Alarmstufe und der Ausnahmezustand. Seit Anfang 2015 wurden mehr als 230 Menschen bei Attentaten getötet.

In Marseille plant EU-Gegnerin Marine Le Pen für Mittwoch ihre letzte Großkundgebung vor der Wahl. Die rechtsextreme Kandidatin liegt in Umfragen knapp hinter dem linksliberalen Favoriten Emmanuel Macron. Dessen Sprecher bestätigte, dass die wichtigsten Kandidaten bereits Mitte voriger Woche über ein Anschlagsrisiko unterrichtet wurden. "Für Kundgebungen und Zentralen wurde Extraschutz bereitgestellt." Macron werden in der ersten Wahl-Runde 23 Prozent vorhergesagt, Le Pen liegt einen Prozentpunkt zurück. In der Stichwahl sehen aber alle Umfragen Macron klar vor Le Pen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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