Wahlen in den USA: US-Banken rüsten sich für Turbulenzen

Wahlen in den USA: US-Banken rüsten sich für Turbulenzen

, aktualisiert 08. November 2016, 10:14 Uhr
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Die Wall Street bangt dem Ausgang der US-Wahl entgegen.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Erfahrungen aus dem Brexit-Votum haben Banken vorsichtig werden lassen: In den USA rüsten sich die Institute gegen mögliche Kursstürze nach der Präsidentenwahl. Der Alptraum der Wall Street heißt weiter Trump.

New YorkMorgan Stanley, JPMorgan Chase, Goldman Sachs und andere Wall-Street-Banken bereiten sich auf mögliche Finanzmarktturbulenzen nach der US-Präsidentenwahl vor. Sie reagieren damit auf Erfahrungen aus dem Brexit-Referendum Ende Juni, als eine knappe Mehrheit der Briten sich überraschend für einen Austritt aus der EU entschied. Am Tag nach der Abstimmung brach das US-Börsenbarometer S&P-500 um 3,6 Prozent ein.

Daher planen die Geldhäuser eigenen Angaben zufolge Beratungen mit Kunden unmittelbar nach der Wahl. Unter anderem Bank of America und Wells Fargo haben Telefonkonferenzen von Managern der Vermögensverwaltung angesetzt. Bei Morgan Stanley sollen Händler zudem sogenannte Stop-Loss-Order prüfen, wenn es nach dem Urnengang am Dienstag zu starken Kursausschlägen kommt, wie aus einem internen Papier der Bank hervorgeht. Dabei handelt es sich um automatisierte Handelsaufträge, bei denen Aktienpositionen verkauft werden, sobald ein bestimmtes Kursniveau erreicht wird.

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JPMorgan hält nach Auskunft eines Sprechers in der Wahlnacht in New York zusätzliche Händler bereit. Sie sollen die Teams in Asien unterstützen, sollten die Handelsvolumina in die Höhe schießen. Von ähnlichen Plänen berichtete eine Citigroup -Sprecherin.

Favoritin der Wall Street ist die demokratische Präsidentschaftsanwärterin Hillary Clinton, die in Umfragen knapp in Führung liegt. Ihr republikanischer Rivale Donald Trump gilt wegen seiner Unberechenbarkeit als Investorenschreck. Händler gehen davon aus, dass es am Mittwoch an den US-Aktienmärkten zu Kursausschlägen von zwei Prozent nach oben oder unten kommen könnte. Im Falle eines Siegs von Trump halten die Experten von Citigroup sogar einen Kurssturz des S&P-500 von drei bis fünf Prozent für möglich.

Quelle:  Handelsblatt Online
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