AfD-Bundestagswahlkampf: Gauland verzichtet auf Spitzenkandidatur

AfD-Bundestagswahlkampf: Gauland verzichtet auf Spitzenkandidatur

, aktualisiert 08. April 2017, 16:50 Uhr
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Der Vizechef der AfD wird nicht mit Parteichefin Petry um die Spitzenposition im Bundestagswahlkampf konkurrieren.

Quelle:Handelsblatt Online

Trotz Parteiinterner Streitigkeiten: AfD-Vizechef Alexander Gauland wird nicht Spitzenkandidat in der Bundestagswahl. Er überlässt das Feld Parteichefin Petry – doch die Entscheidung des Bundesparteitags steht noch aus.

BerlinAfD-Vizechef Alexander Gauland hat eine Spitzenkandidatur für die Bundestagswahl endgültig ausgeschlossen und überlässt damit Parteichefin Frauke Petry das Feld. „Ich kandidiere nicht gegen sie“, sagte Gauland der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

Am 22. April entscheidet in Köln ein Bundesparteitag über das Wahlprogramm und darüber, ob die Partei mit Petry als Spitzenkandidatin in den Wahlkampf zieht oder ob ein Team gebildet wird. Petry wolle alleinige Spitzenkandidatin werden, sagte Gauland. „Für mich hat sich das damit erledigt.“ Zuvor hatte er bereits dem Redaktionsnetzwerk Deutschland gesagt, er habe „keinen großen Bedarf“ für eine Spitzenkandidatur.

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Petry hatte zuvor deutlich gemacht, dass sie auf dem Bundesparteitag eine Entscheidung im monatelangen Machtkampf in der Partei anstrebt. Sie warf Gauland eine „fundamentaloppositionellen Strategie“ vor. Dieser wies das im FAS-Interview zurück. „Es ist nicht zielführend, wenn plötzlich zwischen Fundamentalopposition und Realpolitik unterschieden wird – das sind zwei Facetten von Politik“, sagte Gauland auch am Samstag auf dem AfD-Landesparteitags in Frankfurt (Oder).

Im Streit um den geforderten Parteiausschluss des Thüringer Landesvorsitzenden Björn Höcke bekräftigte Gauland außerdem seine Kritik am Vorgehen Petrys. Nicht Höckes Rede über die deutsche Vergangenheitspolitik habe Wähler verschreckt, „sondern die Debatte um ein Ausschlussverfahren mit ungewissem Ausgang, die unentwegt Nachfragen hervorruft“, sagte Gauland.

In Umfragen lag die rechtspopulistische Partei bundesweit zuletzt bei acht (Forsa) und neun Prozent (Forschungsgruppe Wahlen).

Quelle:  Handelsblatt Online
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