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Arbeitgeber-Präsident: „Fachkräftemangel eine der größten Wachstumsbremsen“

Quelle: Handelsblatt Online

Deutschland fehlen die Fachkräfte. Ohne ausländische Spezialisten komme die deutsche Wirtschaft nicht aus, sagt Arbeitgeberpräsident Hundt vor einem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel, und nur die Politik könne helfen.

Die bereits heute bestehenden Engpässe werden sich noch ausweiten“, sagt der Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA), Dieter Hundt. Quelle: dapd
Die bereits heute bestehenden Engpässe werden sich noch ausweiten“, sagt der Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA), Dieter Hundt. Quelle: dapd

BerlinFür Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt macht der Fachkräftemangel in Deutschland mittelfristig die zusätzliche Zuwanderung von ausländischen Spezialisten erforderlich.
„Selbst eine weitgehende Ausschöpfung des inländischen Potenzials an Arbeitskräften wird nicht zur Sicherung unseres Fachkräftebedarfs ausreichen“, sagte Hundt der Deutschen Presse-Agentur dpa in Berlin.

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„Der Fachkräftemangel ist eine der größten Wachstumsbremsen in vielen Bereichen unserer Wirtschaft. Die bereits heute bestehenden Engpässe werden sich noch ausweiten“, zeigte sich der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) besorgt, auch wenn die Wirtschaft bereits ihr Möglichstes tue.

Er appellierte an die Bundesregierung, mehr Zuwanderung durch ein Punkte-System nach klaren Kriterien zu ermöglichen. „Nicht anstelle notwendiger eigener Anstrengungen, sondern zusätzlich. Wir werden weitere Zuwanderer brauchen.“

Hundt äußerte sich mit Blick auf ein Treffen am Dienstag, zu dem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Spitzen der großen Wirtschaftsverbände und der Gewerkschaften ins Gästehaus der Bundesregierung auf Schloss Meseberg nördlich von Berlin eingeladen hat.

Bei dem Gedankenaustausch geht es um die Zukunftsfähigkeit Deutschlands. Beschlüsse sind nicht zu erwarten. Allerdings soll auch eine Bilanz des Treffens von vor einem Jahr gezogen werden. Damals stand die Sicherung des Fachkräftebedarfs im Mittelpunkt.

Die Bundesregierung hat aus Sicht des BDA-Präsidenten bezüglich der Fachkräfte-Zuwanderung die Weichen in die richtige Richtung gestellt. Hundt nannte als Beispiele das Aussetzen der Vorrangprüfung für weitere Mangelberufe, die Einführung der „Blauen Karte EU“ mit gesenkten Gehaltsgrenzen für qualifizierte Zuwanderer aus Nicht-EU-Staaten sowie die Erleichterungen für ausländische Absolventen deutscher Hochschulen.

„Das sind richtige Schritte, um den Zuzug qualifizierter Fachkräfte zu erleichtern.“ Dennoch seien - so Hundt - Politik, Unternehmen und Gewerkschaften gefordert, ihre Anstrengungen fortzusetzen und zu intensivieren.

4 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 04.06.2012, 10:11 UhrMalocher

    Nicht das Mindeste dessen an Leistungen zu erbringen, wozu der Einzelne seinem von Natur aus mitgegebenem sozialen Wesen gemäß von Anbeginn an befähigt ist, lässt menschlicher Arbeitskraft in der Tat einen Mangel eintreten, der von keinem mehr behoben werden kann und eine sich dadurch immer schneller drehende Spirale einer zunehmenden Auflösung der Beziehungen zwischen Lohn und Leistung zum Nachteil aller in Gang setzt. Wenn man so will, fordert der BDA insofern lediglich dazu auf, besagten Unfug noch heute enden zu lassen. Herrn Hundt als dessen Vorsteher angesichts dessen verwerfliches Handeln vorzuhalten, belegt daher allein, die wahre Lage vorsätzlich aus ideologischen Gründen zu verkennen.

  • 04.06.2012, 07:22 UhrSepp

    So lange nicht die Löhen für die Fachkräfte NICHT steigen, kann es doch kein Fachkräftemangel geben!
    Oder Absolventen der Uni´s bzw FH`s schon vor dem Abschluß sich mehrer Stellen raussuchen können.
    Es wird endlich Zeit den Mythos Fachkräftemangel ins rechte Licht zu rücken.

  • 04.06.2012, 07:09 Uhrachim

    der deutschen wirtschaft fehlen nicht die fachkräfte, der deutschen wirtschaft fehlt der wille fachkräfte adäquat zu bezahlen!

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