Deutschlands beste Städte: Die Methodik hinter dem Städteranking

Deutschlands beste Städte: Die Methodik hinter dem Städteranking

von Bert Losse

Das Städteranking von WirtschaftsWoche, ImmobilienScout24 und der IW Consult Köln ist der umfangreichste Kommunencheck in Deutschland. Wie das Ranking zustande kommt.

Untersucht wurden alle kreisfreien Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern (insgesamt 69). Das Ranking besteht aus mehreren Teilen: Das Niveauranking vergleicht Ist-Werte ausgewählter Kennziffern, also zum Beispiel die aktuelle Zahl der Baugenehmigungen. Das Dynamikranking betrachtet die Veränderungsraten in fünf zurückliegenden Jahren – also wie sich die Bauaktivitäten entwickelt haben. So lässt sich zeigen, welche Stadt sich unabhängig von ihrer ökonomischen Ausgangslage  nach oben bewegt.

Die Bewertung erfolgt auf Basis von insgesamt 93 Einzelindikatoren (Niveau: 53, Dynamik: 40), die in vier unterschiedlich gewichtete Bereiche einfließen (Arbeitsmarkt, Wirtschaftsstruktur, Immobilienmarkt, Lebensqualität). Die Gewichtung orientiert sich daran, wie stark die Indikatoren auf die Zielvariablen hohe Beschäftigung und hoher Wohlstand wirken.

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Die Rangfolge ergibt sich aus einem Punktesystem, das auch relative Unterschiede berücksichtigt. Das bedeutet: Wer in einigen Bereichen knapp vorne liegt, in anderen jedoch weit hinten, belegt also eher hintere Ränge.

Infografik Die besten Städte 2016

In unserer Infografik finden Sie das Niveau- und Dynamikranking sowie die Stärken- und Schwächenprofile aller untersuchten Städte des gemeinsamen Rankings von WirtschaftsWoche, Immobilienscout24 und der IW Consult Köln.

WirtschaftsWoche Städteranking 2016

Arbeitsmarkt (Gewichtung 40 Prozent): Arbeitsplatzversorgung, Beschäftigungsentwicklung, Anteil der hoch Qualifizierten, Jugendarbeitslosigkeit, Lehrstellen, Anteil der Schulabgänger ohne Abschluss, Abiturquote, Beschäftigungsrate von Frauen, Arbeitslosen-und Beschäftigungsquote älterer Arbeitnehmer, Hartz-IV-Dichte.

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Die Exklusivstudie von 2016 enthält alle Tabellen und Daten für alle 69 untersuchten Städte in den Kategorien Immobilienmarkt, Lebensqualität, Arbeitsmarkt und Wirtschaftsstruktur – zum Download.

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Wirtschaftsstruktur (Gewichtung 30 Prozent): Indikatoren unter anderem: Produktivität, BIP je Einwohner, Gründungsintensität, Insolvenzen, Arbeitskosten, kommunale Steuerkraft, Gewerbesteuerhebesätze, Patentanmeldungen, Jobs in wissensintensiven Dienstleistungen.

Immobilienmarkt (Gewichtung 20 Prozent) Zu den Indikatoren zählen: Zahl und Entwicklung der Baugenehmigungen, Mieten, Wohnungsneubau, Nachfrage nach Miet- und Eigentumswohnungen, Verhältnis von Miet- und Immobilienpreisen, Anteil der Wohnkosten am Einkommen. Hinweis: Hohe Mieten und Immobilienpreise werden als Attraktivitäts-Indikator positiv gewertet.

Niveauranking 2016: Die schlechtesten Städte Deutschlands

  • Rang 65

    Oberhausen

    Punkte: 40,3

    Das Niveauranking umfasst 53 Einzelindikatoren und basiert auf den aktuellsten verfügbaren Ist-Werten. Die Zahlen sind gerundet, was zu gleicher Punktzahl bei unterschiedlichen Rängen führen kann. Aufgenommen wurden alle kreisfreien Städte ab 100.000 Einwohner und zwei Städteregionen beziehungsweise Stadtverbände.

    Quelle: IW Consult

  • Rang 66

    Duisburg

    Punkte: 40,3

  • Rang 67

    Bremerhaven

    Punkte: 39,9

  • Rang 68

    Herne

    Punkte: 38,7

  • Rang 69

    Gelsenkirchen

    Punkte: 35,8

Lebensqualität (Gewichtung 10 Prozent) Hier geht es um messbare Fakten, die das Leben beeinflussen (also nicht um subjektive Aspekte). Dies sind etwa Ärztedichte, Krankenhausbetten, Kita-Plätze, Kriminalität, Lebenserwartung, Geburtenrate, Anteil der naturnahen Fläche, Zahl der Gästeübernachtungen.

Neu hinzugekommen ist seit vergangenem Jahr ein so genannter  Zukunftsindex. Dieser bündelt 13 Indikatoren rund um die Themen Innovation, Kreativität und Digitalisierung. Dies sind:  Breitbandversorgung, Zahl der Patentanmeldungen und Forschungsinstitute, Abiturquote, Anteil der Hochqualifizierten, Ingenieurquote, Anteil der Absolventen in MINT-Fächern, Anteil der Hochschulabsolventen in kreativfächern, Industrie 4.0-Readiness der Unternehmen, Anteil der F&E-Beschäftigten, Arbeitnehmer in Zukunftsindustrien, Zahl der Künstler, Zahl der Opern- und Theaterbesuche.

Städteranking 2016 Das sind Deutschlands beste Städte

Welche Städte haben die größte Wirtschaftskraft, welche entwickeln sich am dynamischsten? Wo finden Unternehmen gute Rahmenbedingungen, wo entstehen die meisten Zukunftsjobs? Unser großer Städtetest gibt die Antworten.

München ist eine der Siegerstädte im Ranking 2016. Quelle: dpa/Montage

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