Freihandel: WTO-Chef fordert Hilfe von Merkel

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Roberto Azevêdo, Chef der Welthandelsorganisation WTO.

von Christian Schlesiger

Angesichts des aufziehenden Protektionismus in der Welt fordert WTO-Chef Roberto Azevêdo mehr Unterstützung von der Bundesregierung für Freihandel und die Welthandelsorganisation WTO.

„Ich erwarte von dem G20-Gipfel in Hamburg, dass wir intensiv darüber reden werden, wie wir das Regelsystem verbessern wollen“, sagte Azevêdo der WirtschaftsWoche. „Deutschland muss ein Gespräch über Handelspolitik und das multilaterale System anstoßen.“ Es gebe unterschiedliche Sichtweisen innerhalb der G20 über die Bedeutung und die Folgen von Handel.

Gleichzeit will der Brasilianer, der seit 2013 an der Spitze der Welthandelsorganisation steht, die WTO stärker umbauen. Weil es immer schwieriger sei, unter den 164 Mitgliedsstaaten Gemeinsamkeiten herzustellen, sollten Handelsergebnisse flexibler ausgestaltet werden. „Eine WTO der unterschiedlichen Geschwindigkeiten ist sinnvoll“, sagte er der WirtschaftsWoche. „Innerhalb einer Handlungsvereinbarung würden künftig die Mitglieder selbst entscheiden, wie viel davon und wie schnell sie Teile des Vertragswerks übernehmen wollen.“

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